Pirmasens Glänzender Gize

Worms. Welch dramatische Schlussphase: In der zweiten Minute der Nachspielzeit steuerte Pfeddersheims Danny Karlein allein auf den Torhüter des FK Pirmasens II, Matthias Gize, zu, doch Gize parierte glänzend. Es blieb beim 1:1 (0:0) in einer, so FKP-Trainer Sebastian Reich, „schwachen Oberliga-Partie“.
„Alles in allem war es gerechtes Unentschieden“, sagte Reich. Im ersten Durchgang hatten die Gäste Vorteile. Einmal scheiterte Niklas Kupper am starken TSG-Torwart Thorsten Müller (16.), in der 23. Minute wollte Christopher Ludy Müller überlupfen, doch das ist bei Müllers Körpergröße fast unmöglich. Nach der Pause kamen die Gastgeber wie verwandelt aus der Kabine. „Da waren wir viel zu ängstlich und viel zu passiv“, gestand Reich. „Wir hatten keinen Zugriff mehr und haben praktisch ohne Offensive gespielt.“ Reich zeigte allerdings auch Verständnis für seine Elf. „Einer so jungen Mannschaft muss man ein solches Spiel auch mal eingestehen.“ Die 1:0-Führung für die Gastgeber war aufgrund ihrer Steigerung nach der Pause verdient, fiel allerdings dann sehr glücklich. Nach toller Kombination von Andreas Buch und Daniel Zolotareov zog Daniel Schattner aus 15 Metern ab, sein Schuss wurde abgefälscht und senkte sich über Gize hinweg in den Kasten. Kupper trifft per Elfmeter Genauso glücklich fiel das 1:1. In einer völlig gefahrlosen Situation, dazu möglicherweise außerhalb des Strafraums, brachte Robin Schittenhelm den beim FKP eingewechselten Manuel Grünnagel zu Fall, und Schiedsrichter Michel Lehmann zeigte auf den Punkt. Kupper ließ sich die Chance nicht entgehen und traf flach ins linke Eck. Kurz darauf hatten die Gastgeber zwei riesengroße Chancen zur erneuten Führung. Nach einer Flanke klärte Gize zunächst gegen Daniel Zolotareov, der abgeprallte Ball fiel dem eingewechselten Kevin Gotel vor die Füße, und wieder stand Gize goldrichtig (83.). In der 86. Minute zog Danny Karlein aus der Distanz ab, doch der Ball verschwand im Nachthimmel. „Danny hätte zum Held werden können“, kommentierte TSG-Trainer Norbert Hess die Situation in der Nachspielzeit. Hess weiter: „Wir können mit dem Punkt nicht zufrieden sein. In der ersten Hälfte haben sich beide Mannschaften weitgehend neutralisiert, dann kassieren wir diesen ominösen Elfmeter. Mein Spieler sagt, er habe den Gegner nicht berührt.“