Pirmasens Generationswechsel bei Tafel
Seit Samstag nennt die Pirmasenser Tafel einen neuen Lieferwagen ihr Eigen: Mit Unterstützung der Lions-Hilfe Pirmasens (11.000 Euro), der Stiftung Life (11.000 Euro) und finanziert mit eigenen Mitteln konnte der moderne, 38.000 Euro teure Kühlwagen angeschafft werden. Er ersetzt einen in die Jahre gekommen Transporter. Der Ford Transit ist bereits das zweite Auto, das mit Hilfe der Lions-Hilfe angeschafft wurde.
„Das Lions-Motto ,We serve’ passt ganz genau auf die Mitarbeiter der Tafel“, würdigte Joachim Küper von der Lions-Hilfe das Engagement der ehrenamtlichen Helfer bei der offiziellen Übergabe des neuen Kühlwagens am Samstag. Über den freute sich Erwin Hess, Vorsitzender der Pirmasenser Tafel, ganz besonders. „Ohne die aufwendige Kühlung dürfen wir die Waren nicht transportieren“, erklärt er die notwendige Neuanschaffung. Bei der Pirmasenser Tafel sind insgesamt drei Wagen unterwegs. Gesteuert werden sie von Ehrenamtlichen, angefahren werden damit rund 50 Lieferanten im gesamten Kreis Südwestpfalz. „Wir fahren von der Dahner Gegend bis nach Geiselberg“, erklärt Hess. Etwa sechs bis sieben Tonnen Lebensmittel werden wöchentlich damit transportiert und an die Kunden in Pirmasens verteilt. Rund 350 Familien nehmen das Lebensmittel-Angebot der Tafel in Anspruch „In Pirmasens ist die Not groß, aber auch die Bereitschaft der Menschen zu helfen“, weiß der ehrenamtliche Mitarbeiter Helmut Maurer, der verantwortlich für die Verwaltung der Spenden ist. In der Werner-Eck-Straße auf dem Pirmasenser Kirchberg befinden sich Lager und Warenausgabe. Mit rund 85 aktiven Helfern erledigen die Tafel-Mitarbeiter die gesamte Logistik von der Abholung bis zum Verteilen der Lebensmittel. „Wir haben einen Plan, in den sich jeder einträgt, so wie er Zeit hat. Das passt bislang immer“, erklärt Maurer. Über neue Helfer würden sich die Verantwortlichen dennoch sehr freuen. „Zurzeit passiert so etwas wie ein Generationswechsel“, hat er beobachtet. Gesucht werden Fahrer und Mitarbeiter, die die Waren sortieren oder ausgeben. „Jeder macht das, was er kann und möchte, und investiert die Zeit, die er uns zur Verfügung stellen kann“, wirbt Maurer um Ehrenamtliche. Gegründet wurde die Pirmasenser Tafel 2002. Zweimal wöchentlich, jeweils Dienstag- und Donnerstagnachmittag werden auf dem Kirchberg Lebensmittel ausgegeben. „Mit den Spenden können wir unsere Kunden immer bedienen“, weiß der Vorsitzende Hess. Das sei der großen Hilfsbereitschaft der Pirmasenser geschuldet. „Aber auch unserer transparenten Arbeitsweise“, meint er. |bos