Pirmasens
Gelungenes Parksong-Jubiläum vor vollem Haus
Lisa Koenig und Bastian Welker hatten sich relativ kurzfristig dazu entschlossen, bei der 150. Auflage der Akustikreihe Parksong mitzumachen. Entsprechend kurz, dennoch unterhaltsam fiel der Auftritt des Duos aus. Die seit 2018 in Köln lebende Lisa Koenig aus Pirmasens hatte ein halbes Dutzend Lieder auf ihrem Zettel, die allesamt perfekt zu ihrer Stimme passten. Welker lieferte die kompetente Begleitung auf der Akustikgitarre. „Never“ (Jem Cooke) und „Angel“ (Sarah McLachlan) interpretierte Koenig mit ihrer warmen Phrasierung ebenso nah am Original wie „Don’t Know Why“ von Norah Jones und den Katie-Melua-Hit „My Aphrodisiac Is You“. Mit Don McLeans Evergreen „Vincent“ und „The Look Of Love“ (Burt Bacharach) waren auch zwei Oldies aus den 1960er beziehungsweise 70er Jahren dabei.
Irisches Programm, emotionaler Schlusspunkt
Noch vor den beiden stieg Harald „Harry“ Andre mit seiner Akustikgitarre auf die Bühne. Der Kripo-Beamte ist seit vielen Jahren als Musiker in Pirmasens bekannt und ein musikalischer Stammgast im Irish Pub. Daher lag es für ihn nahe, ein irisch angehauchtes Programm mitzubringen. Tatsächlich schaffte er es, das Brauhaus für eine knappe Stunde in ein Pub zu verwandeln. Von „Whiskey In The Jar“ über „Spanish Lady“ und weitere eingestreute Publikumswünsche, etwa die irischen Volkslieder „Finnegan’s Wake“ und „Rattlin’ Bog“, hielt er die Stimmung hoch. Das belohnten die Zuschauer, indem sie lauthals mitsangen.
Als emotionalen Schlusspunkt seines Gigs setzte Andre das Lied „Wenn wir uns wiedersehen“ von Peter Maffay, das Johannes Oerding einst in der Fernsehsendung „Sing meinen Song“ interpretierte. Dieses widmete Andre dem erst kürzlich verstorbenen Pirmasenser Musiker Michael Frits sowie Reiters langjährigem Parksong-Weggefährten Fred G. Schütz.
Diesmal eher lautere Töne
Die Truppe Tricoustix mit Patric Schwab, Andreas Rauth und Mike Faust lieferte am Donnerstag ein rockiges Programm ab. Das war deshalb etwas Besonderes, weil sich das Trio normalerweise eher den leiseren Tönen widmet. Schon mit den Einstiegsohrwürmern „The Joker“ (Steve Miller Band) und „Losing My Religion“ (R.E.M.) hatten die drei das Publikum in der Tasche – und die Spielfreude der nahezu perfekt eingespielten Formation schwappte direkt ins Auditorium über. Der Ray-Charles-Oldie „Hit The Road Jack“ kristallisierte sich als einer der Publikumsfavoriten heraus und wurde lautstark mitgegrölt. „Whatever It Takes“ (Imagine Dragons) und eine schöne Version der Billy-Joel-Hymne „Piano Man“ wiederum markierten schließlich das Ende eines gelungenen 150. Parksong.
Laut Klaus Reiter brachte die Hutsammlung am Donnerstag einen vergleichsweise überdurchschnittlichen Betrag für den guten Zweck ein.
Info
Der Parksong hat nun Sommerpause. Die 151. Auflage findet am 26. September statt. Musiker, die teilnehmen möchten, melden sich unter Telefon 06331 803008, 0176 96356877 oder per E-Mail an klaus.reiter@parksong.de.