Pirmasens Gelungenes Konzert für guten Zweck
Rund 330 Zuschauer, vor allem ganz junge, zog das Benefiz-Konzert zu Gunsten des an Leukämie erkrankten fünfjährigen Jamie Neiss (wir berichteten am Samstag) am Freitagabend in den Musikclub „Quasimodo“ auf der Husterhöhe.
Die kompletten Eintrittsgelder fließen zu 100 Prozent in diese Aktion der Landgraf-Ludwig-Realschule. Bei einem Sponsorenlauf waren am Mittwoch schon 15.000 Euro zusammengekommen. Jamie Neiss aus Worms benötigt dringend einen geeigneten Knochenmarkspender, am kommenden Freitag, 22. April, können sich alle, die gesund und zwischen 17 und 55 Jahre alt sind, als potenzielle Spender in der Turnhalle der Schule registrieren lassen. Das Pirmasenser Ordnungsamt hatte für das Konzert im „Quasi“ ein Auge zugedrückt beziehungsweise einige Mitarbeiter vor Ort geschickt, denn Jungs und Mädels ab dem zehnten Lebensjahr durften dem Konzert bis 22 Uhr beiwohnen. „Blue Jam“ mit dem Pirmasenser Michael Glöckner bestritt das knapp einstündige Vorprogramm und sorgte schon mal für gute Stimmung. Danach übernahm die an diesem Abend bei „Jan-Luca Ernst & Band“ involvierte Sängerin Stefanie Empel als Moderatorin das Mikrofon, interviewte zwei Schüler und die Sozialkundelehrerin Kerstin Bellman zur Spendenaktion, um den Zuschauern den Anlass des Benefizkonzerts näher zu bringen. „Jan-Luca Ernst & Band“ hätte nun also locker ab 20.30 Uhr beginnen können. Instrumente und Anlage waren komplett aufgebaut, die Bühne war fix und fertig hergerichtet. Auf was/wen bis kurz nach 21 Uhr gewartet wurde, blieb unklar, zumal wie schon erwähnt ein Großteil des Publikums nur bis 22 Uhr vor Ort bleiben durfte, soweit kein Elternteil dabei war. Aufgrund eines solchen Hintergrunds sollte man schnellstmöglich auf die Bühne und mit dem Programm beginnen… Schlagzeuger Nils Schwartz erschien als erster und legte den Beat für den „Queen“-Hit „We Will Rock You“ vor, der Rest der Band stieg ein, die stimmgewaltige Stefanie Empel übernahm den Leadgesang und sofort war Stimmung im „Quasi“. Normalerweise agiert die Band von Ernst als Trio mit dem schon erwähnten Drummer Schwartz und Bassist Markus Dengel. Doch diesmal lief man in Großbesetzung auf, das heißt neben Empel war auch Kristina Gaubatz als Sängerin zu hören und „Slowhand“-Gitarrist Jürgen Zapp verstärkte die Formation ebenfalls. Zu den „The Boss Hoss“ Hits „Don’t Gimme That“ und „My Personal Song“ kam zudem ein dreiteiliger Bläsersatz unter der Leitung von Markus Rebehn auf die Bühne und garnierte die eingängigen Lieder gekonnt mit zwei Mal Trompete sowie Saxofon. Bandnamensgeber Jan-Luca Ernst erwies sich einmal mehr als guter Sänger sowie versierter Gitarrist mit einer Menge Feeling in den Fingern. Empel und Gaubatz gehören eh zu den besten Rock- und Pop-Sängerinnen der Region. Auch die Instrumentalfraktion ließ nichts anbrennen, so dass weitere Songs wie der „Pink Floyd“-Klassiker „Wish You Were Here“, „Behind Blue Eyes“ von „Limp Bizkit“, „Best Of You“ von den „Foo Fighters“ oder „Wherever You Will Go“ („The Calling“) exzellent gecovert wurden und die Stimmung beim vorwiegend jungen Publikum durchweg kaum Wünsche offen ließ. Fazit: Es war ein gelungener Konzertabend mit einem für Pirmasenser Verhältnisse sehr guten Besuch für einen sehr guten Zweck.