Pirmasens Fussball: Attila Baum muss die Karriere beenden

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PIRMASENS. Attila Baum zieht einen Schlussstrich unter seine Fußballerkarriere: „Das Risiko ist zu groß“, sagte der langjährige Taktgeber des FK Pirmasens, der sich im Oktober 2014 schwer am Knie verletzt hatte.

Zehn Monate kämpfte der 29-Jährige nach seinem Knorpelschaden um die Fortsetzung seiner Karriere. Jetzt haben ihm die Ärzte eröffnet, dass ein Comeback mit dem hohen Risiko eines noch schwerwiegenderen Folgeschadens verbunden sei. „Mir fällt es sehr schwer aufzuhören, da der FKP zu meinem Verein geworden ist, aber ich muss an meine Gesundheit und an meinen Beruf denken“, bedauert Baum, der als Geschäftsführer ein Unternehmen für Bodenbeschichtungen leitet. 2003 kam Baum als A-Jugendlicher vom 1. FC Kaiserslautern zum FK Pirmasens, 2005 schaffte er unter Robert Jung den Sprung in die Oberligamannschaft. Es folgten zehn überaus erfolgreiche Jahre mit zwei Meistertiteln und drei Verbandspokalsiegen. Im Klub-Trikot mit der Nummer 13 absolvierte Attila Baum 213 Oberliga-, 30 Regionalliga- und 24 Verbandspokalspiele sowie eine Partie im DFB-Pokal. Er erzielte 24 Tore in der Oberliga und vier im Pokalwettbewerb, er ist mit 15 Toren Rekordschütze der RHEINPFALZ-Hallenfußball-Stadtmeisterschaft. Zum letzten Mal für „die Klub“ lief er am 12. Oktober 2014 beim 1:2 in Koblenz auf. Nicht mit nackten Zahlen belegen lässt sich sein Einsatz- und unbedingter Siegeswille. Diese Erfahrung mussten nicht nur seine Gegner, sondern oft auch seine Mannschaftskameraden machen, denn als Führungsspieler duldete Baum keine halben Sachen, weder auf noch außerhalb des Platzes. Der FKP verliert einen Spieler mit Ecken und Kanten. „Es ist schade. Er hat viel für den Verein getan“, würdigte FKP-Trainer Peter Tretter den Mittelfeldspieler. „Ich habe ihn als sehr offenen Sportsmann erlebt. Es tut mir leid. Ich hätte ihm gegönnt, wenn er noch Regionalliga hätte spielen können“, ergänzte er. (daa/Foto: mar)

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