Pirmasens Fusion: Neues Domizil für Meldeamt und Werke

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Die Fusionsabsichten der Verbandsgemeinden Landstuhl und Kaiserslautern-Süd werden immer konkreter. Landstuhls Bürgermeister Peter Degenhardt (CDU) stellte kürzlich die Pläne für den Neubau eines Verwaltungsgebäudes vor.

In das sollen in knapp zwei Jahren das Einwohnermeldeamt der fusionierten Kommune sowie die Stadtwerke einziehen. Wer später in der Ehe sparen will, muss für die Hochzeit erst einmal kräftig investieren. Diese alte Regel scheint auch für die Fusion der beiden Verbandsgemeinden zu gelten: Während die VG Kaiserslautern-Süd ihr bisheriges Rathaus in Kaiserslautern zur künftigen Außenstelle einer gemeinsamen Verwaltung herrichten will, muss Landstuhl ein neues Verwaltungsgebäude für einen Teil des gemeinsamen Personals bauen. Ab Sommer 2019 wird die Sickingenstadt zum Hauptsitz der gemeinsamen Verbandsgemeinde. Rund drei Millionen Euro soll das neue Gebäude am östlichen Ende der Bahnstraße kosten. „Eine ziemlich zentrale Lage, verkehrstechnisch gut erschlossen und mit ausreichend Parkplätzen für den zu erwartenden Publikumsverkehr“, wirbt Degenhardt für den Standort. Die Grundstückskosten für den geplanten Neubau lägen „praktisch bei null“, denn das Gelände zwischen einem Supermarkt und dem benachbarten Omnibus-Unternehmen befindet sich bereits im Besitz der Gemeinde. Das Haus mit seinen rund 900 Quadratmetern Nutzfläche soll vor allem durch innere Qualitäten glänzen. Im Erdgeschoss werden die voraussichtlich vier bis fünf Mitarbeiter des Einwohnermeldeamts residieren, barrierefrei erreichbar in hellen, nur durch Sichtblenden voneinander getrennten Doppelbüros. Gleichzeitig erwartet die Kunden dort ein Vorgeschmack auf die digitale Zukunft der Behörde: Eine möglichst bargeldfreie Abwicklung aller Tätigkeiten ist das Ziel im neuen Haus. Deshalb wird es einen eigens gesicherten Raum mit einem Geldautomaten geben, in dem die Kunden ihre Gebühren in bar oder per Kartenzahlung entrichten können. Der zweite und dritte Stock des Neubaus ist für die Mitarbeiter der städtischen Werke reserviert. Insgesamt sollen einmal rund 30 Arbeitsplätze im neuen Gebäude untergebracht sein. Die Werke sind auch der eigentliche Bauherr des Gebäudes an der Bahnstraße: „In Absprache mit der Aufsichtsbehörde haben wir uns für ein Modell entschieden, wonach die Werke zunächst das gesamte Projekt finanzieren“, erklärt der Bürgermeister. „Nach der Fertigstellung wird die Kommune die Räume kaufen, die sie für das Einwohnermeldeamt braucht.“

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