KOMMENTAR
Fußball: FK Pirmasens im Aufwärtstrend – ein Kommentar
Der FK Pirmasens startete wie ein Absteiger, doch inzwischen gibt es einige Argumente für einen Verbleib des FKP in der Fußball-Regionalliga.
Sechs Niederlagen in den ersten sechs Spielen – der FKP hatte einen Horror-Saisonstart. In den folgenden sechs Regionalligapartien erkämpfte sich der Neunte der Vorsaison zwar vier Unentschieden, aber immer noch keinen Sieg, Und das zwölfte Spiel, das 0:5 gegen Steinbach, war noch mal ein richtiger Tiefschlag, in dessen Folge der sportliche Leiter, Attila Baum, nach Differenzen zurücktrat.
Der Fußball-Automatismus in solchen Situationen, die Trennung vom Trainer, blieb aber auf der Husterhöhe aus. Der vom U19- und U23-Trainer zum Chefcoach aufgestiegene Patrick Fischer arbeitete weiter intensiv mit seiner Mannschaft. Der erste Sieg, das glanzlose 3:1 am 13. Spieltag bei Schlusslicht RW Koblenz, brachte die ersten Tore aus dem Spiel heraus. Unentschieden gegen den FSV Frankfurt und in Balingen folgten. Nun der erste Heimsieg gegen den immerhin als Tabellensechsten angereisten FC-Astoria Walldorf. Es war das erste Spiel in dieser Saison, in dem der FKP über die gesamten 90 Minuten überzeugte.
Echte Verstärkungen sind die Ende August, Anfang September gekommenen Lars Ößwein und Dennis Chessa: Ößwein als schneller, bissiger Spieler auf der linken Seite und der clevere Chessa als vielseitiger Mittelfeldmann. Auf der Torhüterposition war der FKP schon seit Saisonbeginn mit Benjamin Reitz erstklassig besetzt. Dass nun die lange ausgefallenen Außenangreifer Felix Bürger und Sven Sellentin wieder fit sind, lässt auf mehr Tore hoffen. Der FKP scheint eine Chance zu haben, dem Abstieg zu entgehen.