Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Der Trainer des FK Pirmasens kannte seinen Neuen schon als Kind

Sechs Jahre FCK, je ein Jahr VfB Stuttgart und Mainz 05: die Stationen von Lars Ößwein. Foto: Imago-Images/Baumann
Sechs Jahre FCK, je ein Jahr VfB Stuttgart und Mainz 05: die Stationen von Lars Ößwein.

Nach sechs Niederlagen in den ersten sechs Regionalliga-Saisonspielen hofft der FK Pirmasens am Samstag (Anstoß: 15.30 Uhr) auf der Husterhöhe gegen den Bahlinger SC auf die Wende zum Guten. Erstmals im FKP-Kader: der am Dienstag verpflichtete Lars Ößwein, zuvor bei Mainz 05 und beim VfB Stuttgart unter Vertrag.

VON PETER BRANDSTETTER

Patrick Fischer kennt seinen neuen Spieler aus Rheinzabern schon ziemlich lange. „Als Lars etwa zwölf Jahre alt war, war ich sein Trainer im Stützpunkt in Schaidt“, erzählt der in Karlsruhe lebende FKP-Cheftrainer. Lars Ößwein trainierte etwa ein Jahr im südpfälzischen Nachwuchs-Stützpunkt des Verbands unter Fischer, dann wechselte er zum 1. FC Kaiserslautern, spielte dort sechs Jahre lang (C- bis A-Jugend), machte 48 Junioren-Bundesligaspiele für den FCK – erst im linken Mittelfeld, dann als Linksverteidiger.

Ößwein versuchte sich dann beim VfB Stuttgart. „Ein großer Klub“, wie er sagt. Der ehemalige Nationalspieler Andreas Hinkel war dort im U23-Team sein Trainer. 16-mal spielte er für die Schwaben in der Regionalliga. Weil er mit seinen Einsatzzeiten unzufrieden war, folgte nach einem VfB-Jahr der Wechsel zu Mainz 05 II. Dort gehörte er in der ersten Saisonhälfte meist zur Startelf, auch in den beiden Partien gegen Pirmasens (0:1 in Mainz, 0:0 auf der Husterhöhe). In der Rückserie spielte Ößwein dann gar keine Rolle mehr. Er verließ auch Mainz nach nur einer Runde wieder. Der Berufsfußballer stand auf einmal ohne Arbeitgeber da. „Ich habe mich dann selbst fitgehalten, nahm auch an einigen Probetrainings teil“, erzählt der 21-Jährige.

Zuletzt stellte sich Ößwein auch in Pirmasens bei seinem alten Stützpunkttrainer vor. „Sein Vater hatte mich kontaktiert“, berichtet Fischer. Schnell einigten sich Spieler und Verein, Ößwein unterschrieb vergangenen Dienstag einen Vertrag bis Saisonende. „Die Mannschaft hat das Potenzial, um in der Liga zu bleiben. Ich will mich in der Regionalliga präsentieren und dem Verein helfen“, sagt der wieder im Elternhaus in Rheinzabern wohnende Südpfälzer. Vom FKP-Team kannte er bisher nur Torhüter Benjamin Reitz. Der Geiselberger war zwei Jahre lang sein Mannschaftskollege in der FCK-Jugend.

Da gegen den Tabellenzwölften aus dem südbadischen Bahlingen David Becker (Gelb-Rot-Sperre), Sebastian Brenner (krank), Luis Kiefer (Kreuzbandriss), Sven Sellentin und wohl auch Felix Bürger (beide muskuläre Probleme) ausfallen, gehört Ößwein gleich zum Aufgebot, auch wenn ihm noch einige Mannschaftstrainingseinheiten fehlen. „Er ist aber noch nicht fit genug für 90 Minuten“, schränkt Fischer ein.

Bahlingen, vergangene Saison mit fünf Punkten Vorsprung Meister der Oberliga Baden-Württemberg vor den Stuttgarter Kickers, sei „ein spielstarker Aufsteiger“. Der BSC gewann diese Runde bisher gegen den SC Freiburg II und den FC Homburg.

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