Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel Fußball: Dennis Chessa, einst Teamkollege von David Alaba in München, verstärkt FK Pirmasens

War Zweit- und Drittligaprofi bei Bayern München II, beim VfR Aalen und beim KFC Uerdingen: Dennis Chessa (rechts), hier im Uerd
War Zweit- und Drittligaprofi bei Bayern München II, beim VfR Aalen und beim KFC Uerdingen: Dennis Chessa (rechts), hier im Uerdinger Trikot mit dem Torhüter des Halleschen FC, Kai Eisele.

Dennis Chessa hat am Dienstagnachmittag unterschrieben. Bis Saisonende verstärkt der Wahl-Pirmasenser und frühere österreichische Bundesligaprofi den in der Regionalliga so schlecht gestarteten FKP, der am Mittwoch um 19.30 Uhr zum Verbandspokal-Viertrundenspiel bei Bezirksliga-Tabellenführer TuS Steinbach anzutreten hat.

Beim FK Pirmasens, wo sein Schwiegervater Ralph Barlog im Aufsichtsrat sitzt, trainierte Dennis Chessa schon seit etwa fünf Wochen mit. Er wollte sich für ein neues Engagement im Profifußball fithalten, nachdem im Juni sein Vertrag beim Drittligisten KFC Uerdingen ausgelaufen war. Doch es fand sich für ihn kein passendes Job-Angebot. Also beschloss der aus dem bayerischen Günzburg stammende 26-Jährige, künftig in seiner Wahl-Heimat an den Ball zu treten, zumal der FKP dringend Verstärkung für die Offensive braucht.

„Er wird bei uns nicht Linksverteidiger wie in Uerdingen sein, sondern uns im Mittelfeld helfen“, betont FKP-Präsident Edgar Schütz. Und Chessa ergänzt: „In der Jugend habe ich im Mittelfeld links oder zentral gespielt, auch in meiner ersten Zweitligasaison beim VfR Aalen war ich links vorne.“ Ausgebildet wurde er beim SSV Ulm und beim FC Bayern München, mit dem er 2007 das Endspiel um die deutsche B-Junioren-Meisterschaft erreichte. David Alaba war damals sein Teamkollege. Der siebenmalige U17- und U16-Nationalspieler verbrachte auch seine ersten drei Herren-Jahre bei den Bayern, für deren zweite Mannschaft er 60-mal in der Regionalliga und in der Dritten Liga auflief. Es folgten zwei Jahre beim VfR Aalen (35 Einsätze in der Zweiten und Dritten Liga), eine Saison in der österreichischen Bundesliga beim SV Ried (21 Matches), bevor es ihn nach Uerdingen verschlug.

Chessa versprüht Optimismus vor seiner neuen Aufgabe in Liga vier: „Ich bin ja schon einige Wochen da, habe die Heimspiele gesehen und ich glaube an die Mannschaft. Da geht mehr.“

Im Verbandspokal-Viertrundenspiel in Steinbach am Donnersberg wird Chessa laut Trainer Patrick Fischer „wahrscheinlich noch nicht“ eingesetzt. Es läuft auf ein Debüt nächsten Samstag auf dem Bieberer Berg bei Kickers Offenbach hinaus. In der Startelf gibt es am Mittwoch mindestens zwei Änderungen gegenüber dem 1:1 gegen den Bahlinger SC: David Becker agiert nach verbüßter Sperre wieder im defensiven Mittelfeld, Yannick Grieß rückt in die Innenverteidigung. Den vier Klassen tiefer rangierenden Gegner, seit Jahren ein Bezirksliga-Spitzenteam, ließ Fischer beobachten, denn: „Wir machen unsere Hausaufgaben.“ Steinbachs Trainer Timothy Hanauer wäre eigentlich noch im Mallorca-Urlaub, hat aber für das große Spiel des TuS, der noch Kegeln, Theater, Turnen und Boule im Angebot hat, einen Flieger gebucht, der ihn rechtzeitig nach Deutschland bringt.

x