Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Frisorger unterschreibt FKP-Vertrag vor „extrem wichtigem Spiel“

Bleibt, wenn der FKP in der Regionalliga bleibt: Innenverteidiger Kevin Frisorger.
Bleibt, wenn der FKP in der Regionalliga bleibt: Innenverteidiger Kevin Frisorger.

Auf dem Rasen will die Mannschaft des FK Pirmasens dafür sorgen, dass in der Regionalliga-Abschlusstabelle mindestens sechs Vereine hinter ihr stehen und somit der Abstieg garantiert verhindert wird. Außerhalb des Rasens läuft ein sportjuristischer Krimi.

Am Dienstag ist der FKP durch die unglückliche 0:1-Niederlage gegen den FSV Frankfurt auf den sechstletzten Platz und damit auf einen – Stand jetzt – Abstiegsrang zurückgefallen. Am Samstag kann es für die Pirmasenser schon wieder nach oben gehen, denn sie gastieren beim Tabellenvorletzten, dem FC Bayern Alzenau (Anstoß: 14 Uhr). Sicherlich die machbarste Aufgabe von den neun restlichen Saisonspielen: Die Unterfranken haben von ihren 18 Spielen im Jahr 2021 kein einziges gewonnen und nur fünf Punkte geholt. Der Trainerwechsel – der ehemalige Gladbacher Bundesligaprofi Fabian Bäcker löste Artur Lemm ab – brachte keinen Erfolg. Eines der fünf Unentschieden holte Alzenau im Januar allerdings beim viermal (!) ausgefallenen Hinrundenspiel in Pirmasens. Tom Schmitt vergab da eine Riesenmöglichkeit zum 2:1-Siegtor.

„Alzenau hat sich noch nicht aufgegeben und viele enge Spiele verloren“, verweist FKP-Trainer Patrick Fischer auch auf das 1:3 des FC Bayern am Dienstag gegen Tabellenführer SC Freiburg II, der ziemlichen Dusel bei Alzenauer Top-Chancen zum durchaus möglichen 2:2 hatte. Fischer: „Wir werden da alles einbringen müssen. Und wir werden mit aller Macht und Wucht versuchen, in die Torabschlüsse zu kommen und das Glück zu erzwingen.“

Nur in ganz wenigen Spielen chancenlos

Denn am Glück und auch an der Qualität im Abschluss mangelte es zuletzt, wie auch Sportdirektor Steven Dooley feststellte: „Das 0:1 gegen den FSV Frankfurt war eine schmerzhafte Niederlage, weil wir einen starken Gegner eigentlich kontrolliert haben. Geht Moritz Zimmers Pfostenschuss rein, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen. Die Offensive ist nun mal unser Manko.“

Fischer hat für das nach eigenen Worten „extrem wichtige Spiel“ bis auf die verletzten Gianluca Lo Scrudato und Felix Bürger den gesamten Kader zur Verfügung. Der Coach sieht in den beiden jüngsten 0:1-Niederlagen in Freiburg und gegen Frankfurt auch „das Positive“, denn: „Wir sind nur in ganz wenigen Spielen chancenlos.“

Am Freitag hat Innenverteidiger Kevin Frisorger erwartungsgemäß – die RHEINPFALZ berichtete – einen Vertrag für die nächste Saison unterschrieben. Dieser gilt allerdings nur für die Regionalliga. Der kopfballstarke 21-Jährige kam vergangenen Sommer von den Würzburger Kickers nach Pirmasens und hat bisher 24 Regionalliga-Partien für den FKP absolviert. Für die zweite Mannschaft (Verbandsliga) verpflichtete der FKP Nico Schauß vom Landesligisten SV Rodenbach. Der Mittelfeldspieler wechselte 2018 von den A-Junioren des TuS Hohenecken zum Bezirksligisten SC Weselberg, wo er zwei Jahre blieb.

Juristisches Gutachten zur Aufstiegsfrage

Weiter offen ist die Frage, ob die Regionalliga Südwest Aufsteiger aus den Oberligen Rheinland-Pfalz/Saar, Hessen und Baden-Württemberg aufnimmt, auch wenn diese wegen des Corona-Abbruchs im Amateurfußball noch nicht einmal 50 Prozent ihrer Saison gespielt haben. FKP-Geschäftsstellenleiter Christoph Radtke redete darüber am Freitag mit dem Sprecher der Regionalliga-Vereine, Rafael Kowollik (FC Homburg). Radtke, FKP-Präsident Jürgen Kölsch und Kowollik wundern sich, dass die Regionalliga Südwest in dieser Situation ernsthaft überlegt, Teams aus den Oberligen aufnehmen, während die Regionalliga West dies bei ähnlicher Konstellation bereits abgelehnt hat. Die Liga-Gesellschafterversammlung hat nach RHEINPFALZ-Informationen ein juristisches Gutachten in Auftrag gegeben. „Wir werden das Gespräch mit dem Südwestdeutschen Fußball-Verband suchen, wie er unsere Interessen vertritt“, kündigte Kölsch an.

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