Pirmasens Freyer und Grünnagel spielen groß auf
PIRMASENS. Dritter Sieg im sechsten Saisonspiel: Der FK Pirmasens hat gestern Abend in der Fußball-Regionalliga den spielstarken FC Astoria Walldorf nach einer mitreißenden Partie mit 2:1 (1:1) geschlagen. Überragend beim FKP die beiden Torschützen, Patrick Freyer und Manuel Grünnagel.
„Der war von mir schon stramm geschossen“, freute sich Freyer diebisch über seinen ersten Ligatreffer in dieser Runde. Sein Tor zum 1:1 in der 35. Minute beschrieb er so: „Ich hab’ den richtig gut getroffen. Der Ball ist zwar in die Mitte des Tores gegangen, doch der Torwart konnte ihn nicht festhalten.“ Der Linksaußen aus Hermersberg war gestern fast nicht zu bremsen, erspielte sich noch etliche Chancen. Freyer: „Natürlich müssen wir noch das dritte Tor nachlegen. Den Sieg haben wir uns erkämpft.“ Die größte Möglichkeit zum dritten Pirmasenser Treffer indes vergab Dominik Rohracker. „Ich hab den gut getroffen, er hatte eine ordentliche Höhe, aber der Torwart hat auch gut gehalten“, sagte der in die Startelf zurückgekehrte Rohracker zu jener Szene kurz vor Schluss, als er frei vor Astoria-Keeper Denis Wieszolek scheiterte. Rohracker: „Trotzdem bin ich absolut zufrieden und glücklich über den Sieg.“ „Der Sieg tut uns gut bei dem strammen Programm in der nächsten Woche“, kommentierte Matchwinner Grünnagel den Heimsieg. Seinen Kopfballtreffer zum 2:1 in der 76. Minute ließ der Thaleischweilerer so Revue passieren: „Ich habe den Ball erobert und nach vorn gespielt. Ich hab’ dann Charlie Rugg in die Mitte geschickt, dann hatte ich freie Bahn. Die Flanke von Rohracker hatte auch richtig Zug gehabt, der Torwart läuft gegen die Laufrichtung, und ich köpfe ihn rein.“ Der in der öffentlichen Pressekonferenz mit Riesenapplaus begrüßte FKP-Trainer Peter Tretter gestand, dass ihm in den ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel angst und bange gewesen sei. „Der Gegner hat eine Riesenqualität. Da waren wir alle noch in der Kabine“, merkte Tretter an. Dass das Spiel dann noch mal kippte, sah er auch in Freyers starker und gefährlicher Einzelaktion in der 71. Minute begründet: „Manchmal braucht es eben auch solch eine Aktion, um den Schalter umzulegen.“ Aus seinem Team, das nach dem Abpfiff vom Publikum wieder mit „FKP, FKP!“-Rufen gefeiert wurde, wollte er trotz der überragenden Leistungen von Freyer und Grünnagel niemand herausheben. „Das war durch die Bank eine geile Leistung“, betonte Tretter, der auch Torhüter Daniel Kläs lobte. Dieser hatte mehrfach Gelegenheit sich auszuzeichnen. Nichts machen konnte der Winzler beim 1:1-Ausgleichstreffer in der 18. Minute, als die Gäste aus Nordbaden einen klasse Konter erfolgreich abschlossen. Der Ex-Hauensteiner Nico Hillenbrand durfte von der rechten Seite ungehindert flanken, und in der Mitte wuchtete Timo Kern per Kopf die Kugel unhaltbar in den linken Winkel. Und in manch anderer Szene hatte der FKP gestern Abend auch ein bisschen Glück, das bekanntlich dem Tüchtigen hilft ... Bericht im überregionalen Sportteil