Pirmasens FKP vergibt ersten „Matchball“
«PIRMASENS.» Der FK Pirmasens hat den ersten „Matchball“ vergeben. Durch das 0:3 (0:0) gestern Abend im Fußball-Oberliga-Topspiel gegen Eintracht Trier fielen die Feierlichkeiten zum Erreichen der Regionalliga-Aufstiegsspiele erst mal aus.
Dabei hätte alles gestimmt. Bei tolle Wetter und guter Kulisse (knapp 1000 Zuschauer) war der Boden für ein Fußballfest bereitet. Das hätte es auch werden können, wenn die Pirmasenser vor der Pause ihre Tormöglichkeiten genutzt hätten. „Wir haben in der ersten Halbzeit richtig guten Fußball gespielt“, sagte der beste FKP-Spieler, Dennis Krob. Der FKP, der zum dritten Mal in Folge in gleicher Startelf auflief, bestimmte die ersten 45 Minuten – mal abgesehen von Wacklern der Verteidiger Yannick Grieß und Yannick Osee, die Triers Offensivabteilung dreimal in Abschlusspositionen brachten. Was zur Würze des FKP-Auftritts fehlte, waren die Tore. Die Gastgeber wurden vor allem gefährlich, wenn Christopher Ludy, Dennis Krob und Jonas Singer an den Ball kamen. Doch den beiden Letztgenannten fehlte die Fortune beim Abschluss. Weder Krob (17., Außenpfosten) noch Singer, der gleich drei Hochkaräter vergab (13., 23., 27.) konnten Triers starken Keeper Johannes München überwinden. Auch Patrick Freyer, der wie sein Partner auf der rechten Seite, Manuel Grünnagel, oftmals die falsche Entscheidung traf, scheiterte an Teufelskerl München (23.). FKP-Torhüter Daniel Kläs musste sich hingegen bei Triers bester Chance in der ersten Halbzeit kaum anstrengen, weil Alexander Biedermann kläglich vergab (20.). Dafür war Triers Sturmspitze in Minute 51 hellwach, als er Ömer Kahyaoglus Flanke unbehindert zum Trierer 0:1 eindrückte. „Da stand ich vielleicht einen Tick zu weit außen“, ärgerte sich Grünnagel über den Gegentreffer. Dabei habe sein Team in Halbzeit eins „bis auf den letzten Pass das perfekte Spiel abgeliefert“. „Wir wollten genau da weitermachen, wo wir vor der Pause aufgehört hatten“, berichtete Krob. Das gelang nicht, weil Biedermann traf und – wie Singer – anmerkte, „auf einmal alles wie umgedreht war“. Zwar reagierte Trainer Peter Tretter und brachte Felix Bürger für den glücklosen Freyer (60.) – später durfte auch noch Christian Grimm nach langer Verletzungspause ran –, aber mehr als einige zaghafte Torannäherungen sprangen dabei nicht mehr raus. „Wir haben uns alle weggeduckt“, nahm Krob das ganze Team als Verursacher der Niederlage in der Pflicht. Diese fiel am Ende noch sehr deutlich aus, weil der FKP, wie Tretter sagte, „nach dem Nackenschlag in zwei Konter gelaufen ist“. Biedermann stand nach Kläs` Parade goldrichtig und schob zum 0:2 ein. Fast eine Doublette war das 0:3: Wiederum wehrte Kläs ab, der Ball kam zu Robin Garnier, der dann aus spitzem Winkel den FKP ins Mark traf. Bericht im überregionalen Sportteil