Fußball
FKP-Talent Samuel Pastorek: Mit links so gut wie mit rechts
Er spielt beidfüßig, hat ein starkes Kopfballspiel, seine Athletik und sein Zweikampfverhalten sind für sein Alter herausragend, und er kann weit einwerfen – all diese Eigenschaften haben Samuel Pastorek einen Stammplatz im U19-DFB-Nachwuchsligateam des FK Pirmasens eingebracht. „Ich bin sehr glücklich, dass ich mit dieser Mannschaft diese tolle Saison miterleben darf“, sagt der 18-jährige Außenverteidiger. Zum dritten Spiel nach dem Aufstieg in die nationale A-Junioren-Liga erwarten sein Team und er am Samstag um 13 Uhr auf dem Kunstrasen im Sportpark Husterhöhe – der Naturrasen im Framas-Stadion ist noch nicht bespielbar – die U19 des Zweitbundesliga-Dritten SV Elversberg.
„Eifer schlägt Talent – das ist eine Erfahrung, die sich in den Jahrzehnten, in denen ich im Fußball unterwegs bin, immer wieder bewahrheitet hat – und das trifft voll auf Samuel zu“, sagt Uwe Scharbach über den Sohn seiner langjährigen Lebensgefährtin Gabriela Chnapkova, der sich mit Fleiß alles erarbeiten müsse. Scharbach war früher selbst Verbandsliga-Fußballer, dann in der Regionalliga beim SVN Zweibrücken Co-Trainer von Peter Rubeck (der jetzt die FKP-U19 coacht) und seither immer wieder Nachwuchstrainer beim FKP von der U12 bis zur U17, mal in der Regional-, mal in der Verbandsliga. Scharbach: „Samuel hat mich als Zwölfjähriger gefragt, was er verbessern kann. Ich riet ihm, Beidfüßigkeit zu trainieren. Das traf mich dann im nächsten Urlaub. Jeden Tag links, rechts, links, rechts. Heute ist Samuel mit links so stark wie mit rechts.“
Pastorek: Uns fehlt nur eine gewisse Konsequenz
„Ich versuche immer, mein Bestes zu geben und das umzusetzen, was der Trainer vorgibt“, sagt der mit seiner Familie in Großbundenbach lebende Samuel Pastorek. Er hat nach eigenen Worten kein Problem mit Kritik des Trainers. „Peter kritisiert, weil er uns besser machen will. Er lobt aber auch viel und – er ist immer da, wenn wir Spieler seine Hilfe brauchen. Etwa wenn wir bei Verletzungen Termine bei Physios brauchen“, beschreibt der Fan des 1. FC Köln seine Erfahrung mit Trainer Rubeck.
„Ich habe beim FKP über die Jahre schon auf allen Positionen gespielt, nur noch nicht im Tor“, erzählt Pastorek lachend. Die beiden bisherigen Spiele in der Nachwuchsliga bestritt der Schüler des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums, der im April sein Abitur machen will, links in der Abwehrkette. „Meine Lieblingsposition, da ich da auch offensiv auf der Außenbahn unterwegs sein kann“, sagt er. Sein Fazit der Spiele gegen Wehen Wiesbaden (1:1) und bei Greuther Fürth (1:2-Niederlage nach 1:0-Führung): „Wir haben gesehen, dass uns der Trainer top vorbereitet hat, dass wir mithalten können. Was noch fehlt, ist eine gewisse Konsequenz, die sich unsere Gegenspieler in den Nachwuchsleistungszentren über die Jahre erarbeitet haben.“
Pastoreks Vorbild ist der Ex-Kölner Jonas Hecktor
Samuel Pastorek hat klar erkannt, dass sein Körper das wichtigste Fundament im Leistungssport ist. „Wenn ich mal platt bin, mache ich regenerative Sachen wie Dehnen oder Eisbad. An trainingsfreien Tagen gehe ich ins Fitness-Studio“, berichtet er. Sein fußballerisches Vorbild ist Ex-Nationalspieler Jonas Hecktor. „Einer, der beim 1. FC Köln auch nicht der technisch Begabteste war, sich als Außenverteidiger alles erarbeitet hat.“
Samuel Pastorek gehört wie die meisten im Kader noch dem jungen A-Junioren-Jahrgang (2008) an, hat also noch ein weiteres Jugendjahr vor sich. „Wir wollen unter die ersten Vier in der Gruppe, denn dann können wir die komplette nächste Saison in der Nachwuchsliga spielen“, nennt er das sportliche Nahziel. Beruflich wäre Physiotherapeut sein erstes Ziel.
Gesunde Ernährung? „Mit so einer Mutter zu Hause ist es unmöglich, sich nicht gesund zu ernähren“, muss er bei dieser Frage herzlich lachen. Mutter Gabriela spielte früher für Bratislava in der ersten slowakischen Basketball-Liga, trainierte die Basketball-Damen des 1. FC Kaiserslautern in der Regionalliga, brachte die U18 des TV Saarlouis in die Bundesliga, macht aktuell bei den U12-Fußballern des FKP das Athletiktraining und arbeitet als medizinische Fachangestellte in der Uniklinik Homburg.