Pirmasens FKP punktet auch gegen den Tabellenführer

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PIRMASENS. Saison-Rekordkulisse, bestes Fußball-Wetter und ein kämpferisch erneut begeisternder Auftritt: Der FK Pirmasens erreichte gestern Abend in der Regionalliga vor 2044 Zuschauern im Stadion Husterhöhe ein, so Trainer Peter Tretter, „hochverdientes“ 1:1 (1:1)-Unentschieden gegen Tabellenführer SV Waldhof Mannheim.

Dabei hätten die defensiv bärenstarken Pirmasenser beinahe sogar gewonnen. Es lief die 84. Minute, als Manuel Grünnagel vom eingewechselten Christian Grimm auf der linken Seite herrlich freigespielt wurde. Seine Flanke ließ Benjamin Auer durch, und von hinten kam Patrick Freyer herangerauscht, der den Ball regelrecht ins Tor hämmerte. Das wäre das 2:1 gewesen, hätte Schiedsrichter Timo Wlodarczak nicht abgepfiffen. Auer soll beim Querpass Waldhofs Co-Spielertrainer Michael Fink gefoult haben. „Benny Auer hält mich zwar ein bisschen, aber das muss man nicht unbedingt pfeifen“, schilderte Fink nach der Partie diesen Zweikampf zweier Ex-Erstligaprofis. Drei Minuten später waren die Waldhöfer nur noch zu zehnt. Daniel Di Gregorio sah nach Foul zunächst Gelb, und weil er dann den Ball auf den Boden donnerte, bestrafte Wlodarzcak diese Unbeherrschtheit mit Gelb-Rot. Doch die Überzahl nutzte den Pirmasensern nicht viel, weil die Gäste bis zum Schlusspfiff, inklusive fünf Minuten Nachspielzeit, weiterhin das FKP-Tor berannten, um doch einen Dreierpack zu schnüren. „Wir haben hinten super gestanden, waren bei den Standards sehr gut organisiert“, sagte FKP-Innenverteidiger Marco Steil, der mit Alexander Heinze, Christian Henn und dem auf der linken Seite erneut überzeugenden Youngster Manuel Grünnagel in der Vierer-Abwehrkette Schwerstarbeit verrichten musste. Denn der Spitzenreiter war über 90 Minuten, angeführt von seinem Kapitän Marco Balitsch, das spielerisch bessere Team. Die Pirmasenser verteidigten mit Mann und Maus und versuchten durch Konter Nadelstiche zu setzen, was aber selten richtig gelang, weil die Bälle vertändelt wurden. So rollte Angriff auf Angriff in Richtung FKP-Tor, das aber nur wenige Male wirklich ernsthaft in Bedrängnis geriet. Der sehr aufmerksame Keeper Daniel Kläs musste gestern nur einmal hinter sich greifen. In Minute 22 bediente Balitsch den aufgerückten Rechtsverteidiger Christian Mühlbauer, und dessen Flanke landete bei Philipp Förster, der Kläs aus kurzer Distanz keine Chance ließ – 0:1. „Wir haben da auf der Außenbahn schlecht verteidigt und den Pass in den Rücken der Abwehr nicht mehr verteidigt bekommen“, analysierte Steil diese Situation. Zehn Minuten später war die FKP-Welt jedoch wieder in Ordnung. SVW-Torwart Dennis Broll brachte Freyers Ecke nicht unter Kontrolle, Henn setzte nach, und Broll riss Henn um. Der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Der Strafstoß war dann eine Sache für den ausgebufften Auer, der aus elf Metern perfekt zum 1:1 verwandelte. „Aus meiner Sicht war der Strafstoß berechtigt, ich will mir aber auch noch mal das Video anschauen“, sagte ein enttäuschter Waldhof-Trainer Kenan Kocak und fügte hinzu: „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat sich die Chancen herausgespielt, aber nur einmal getroffen.“ „Das war für mich brutal“, erzählte der gesperrt zuschauende Waldhof-Stürmer Jannik Sommer, vorige Saison noch Garant für den FKP-Ligaverbleib. Sommer: „Wir haben uns schwer getan, die Lücken zu finden.“ „Mit dem 1:1können wir zufrieden sein. Was zählt, ist das reine Ergebnis“, fasste der gute Simon Maurer, gestern erst Sechser, nach Henns Auswechslung Rechtsverteidiger, das Match zusammen. Noch mal Steil: „Ein Punkt gegen den Tabellenführer – das ist überragend.“ (pea) Bericht im überregionalen Sportteil

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