FUSSBALL RHEINPFALZ Plus Artikel FK Pirmasens: Trainer-Vertragsverlängerung mitten im Abstiegskampf

In der zweiten Saison FKP-Cheftrainer: Patrick Fischer.
In der zweiten Saison FKP-Cheftrainer: Patrick Fischer.

Andere Fußballvereine entlassen panikartig ihre Trainer, wenn die Mannschaft auf einen Abstiegsplatz gerutscht ist. Regionalligist FK Pirmasens verlängert den Vertrag mit dem Chef-Übungsleiter.

Nur sechs Punkte holte der FK Pirmasens aus den ersten acht Spielen im neuen Jahr und steht deshalb nicht mehr im Mittelfeld, sondern auf einem Abstiegsrang. 18. und damit Fünftletzter ist der FKP, sechs Teams steigen ab. Doch der Rückstand auf den Zwölften, das am Samstag auf der Husterhöhe gastierende Hessen Kassel, beträgt nur drei Punkte. „Es liegen noch 19 Spiele vor uns, in denen genügend Punkte zu vergeben sind“, betont Trainer Patrick Fischer. Dass seine Mannschaft im Abstiegskampf stecken würde, sei zu erwarten gewesen: „Sechs Absteiger sind schon ein Haufen Holz.“

Ihm ist allerdings schon klar, dass das 1:1 am Dienstagabend zu Hause gegen den Tabellenvorletzten Alzenau „zu wenig für die Situation“ war. Mit der Situation meint er die außergewöhnliche Ausgeglichenheit der Liga. Alzenau hat auf Rang 21 nur sechs Zähler wenig als Drittliga-Absteiger Großaspach auf Position 14. Fischer: „Bis auf Stadtallendorf fällt keiner ab.“

Unveränderte Konditionen

Dass er nun seinen Vertrag ligaunabhängig zu unveränderten Konditionen um ein Jahr bis Sommer 2022 verlängert hat, kommentiert der 39-Jährige so: „Der FKP ist seit der C-Jugend, als ich vom FC Niedersimten gekommen bin, mein Verein. Es war jetzt wichtig, ein Zeichen zu setzen.“ Er meine damit vor allem ein Zeichen für die Spieler, die nun wissen, wer nächste Saison ihr Trainer ist. Der Verein teilte mit: „Patrick ist ein absoluter Fußball-Fachmann, der derzeit auch mit der schwierigen Gesamtsituation rund um die Coronavirus-Pandemie umzugehen weiß. Wir sind froh, ihn auch im kommenden Jahr auf der Trainerbank zu haben.“

Schauflers Ja steht noch aus

Noch nicht verlängert haben Co-Trainer Jens Schaufler, Torwarttrainer Thorsten Hodel und der Coach der zweiten Mannschaft, Martin Gries. „Hierzu wird es in den nächsten Tagen Gespräche geben. Mein Wunsch ist es, dass alle weitermachen, weil wir gut zusammenarbeiten“, sagt Fischer dazu.

Patrick Fischer kam 1994 als Jugendlicher zum FKP, für den er später viermal in der Regionalliga Süd (damals eine von zwei dritten Ligen) und 68-mal in der Oberliga spielte. In der Oberliga war er auch für den TuS Mechtersheim und den Karlsruher SC II am Ball. Seine Trainerlaufbahn begann er vor neun Jahren – natürlich auf der Husterhöhe, wo sein Vater Rolf Fischer lange Jahre Jugendkoordinator war und jetzt als Scout unterwegs ist. Die Pirmasenser A-Junioren führte der Angestellte der Stadt Karlsruhe in die Bundesliga-Aufstiegsspiele, ab Januar 2017 (als Nachfolger von Patrick Hildebrandt) coachte er die zweite Mannschaft des FKP in der Ober- und Verbandsliga, ehe er im Sommer 2019 das Regionalligateam übernahm. Fischer arbeitet zudem für den DFB-Nachwuchsstützpunkt Südpfalz in Kandel als Trainer.

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