Pirmasens FK Pirmasens: Mit gesunder Härte auf den Betzenberg

Zwei der drei Regionalliga-Gastspiele im Fritz-Walter-Stadion seit 2015 gewann der FK Pirmasens. Hier eine Szene vom 3:1-Sieg im
Zwei der drei Regionalliga-Gastspiele im Fritz-Walter-Stadion seit 2015 gewann der FK Pirmasens. Hier eine Szene vom 3:1-Sieg im Vorjahr mit den FKP-Spielern Salif Cissé und Marco Steil sowie dem FCK-II-Angreifer Christian Kühlwetter (von links).

«PIRMASENS.»Zwei Regionalliga-Absteiger treffen sich heute um 15.30 Uhr im Fritz-Walter-Stadion: Am dritten Spieltag der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gastiert der FK Pirmasens beim 1. FC Kaiserslautern II. Beide Teams sind mit je einem Sieg und einer Niederlage gestartet.

„Lieber einige versemmeln als gar keine Chancen herauszuspielen.“ So kommentiert FKP-Co-Trainer Jens Schaufler den bisweilen fahrlässigen Umgang mit Top-Tormöglichkeiten beim 2:0-Heimsieg am vergangenen Wochenende gegen den SC Idar-Oberstein. Seine Mannschaft müsse nach dem Abstieg ihren Spielstil ändern, was nicht so leicht sei: „In der Regionalliga haben wir drei Jahre lang eher defensiv gespielt. In der Oberliga wird erst mal Fußball ,gearbeitet’. Hier haben wir mehr Ballbesitz, müssen mehr Chancen kreieren.“

Christian Grimm im Fokus

Als zentrale Figur des Pirmasenser Offensivspiels sieht Schaufler Christian Grimm, der in der Regionalliga-Zeit nicht immer zur Startelf gehörte. „Christian kann mit seiner guten Ballbehandlung und seinen Tempo-Dribblings bei uns in dieser Saison der ganz entscheidende Faktor sein“, schätzt Schaufler, der den 30-Jährigen eher im zentralen Mittelfeld als auf der Außenbahn (wie gegen Idar) sieht. Ob Patrick Freyer – „er hat nach seinen Einwechslungen jeweils für Belebung gesorgt“ – weiterhin nicht zur Startelf gehört, ließ die rechte Hand von FKP-Cheftrainer Peter Tretter offen. Auf den Außenbahnen haben die Pirmasenser viele Optionen. Auch Felix Bürger, Yannick Osee und Jan-Luca Rebmann gehörten gegen Idar-Oberstein nicht zur ersten Elf. Dass der FCK II seine Heimspiele weiterhin in der fast 50.000 Zuschauer fassenden WM-Arena von 2006 und nicht (wie angedacht) auf Platz vier des Betzenberg-Geländes austrägt, findet Schaufler gut. Das sei trotz der fast leeren Ränge „für die Spieler motivierender“.

Daniel Käs im Tor des FKP

Daniel Kläs, der nach seinem Notbremsen-Rot beim Auftaktmatch in Morlautern für ein Spiel gesperrt war, hütet heute wieder das Pirmasenser Tor. „Daniel ist unsere Nummer eins, aber ,Oli’ hat das einmal mehr gut gemacht – auf ihn ist Verlass“, lobt Schaufler den 19-jährigen Ersatzkeeper Oliver Seitz. Der FCK II sei „trotz des großen Aderlasses immer noch sehr spielstark“. Dem müsse der FKP mit einer gesunden Härte begegnen. FCK-II-Trainer Hans Werner Moser kann aus dem Zweitligakader heute die beiden jungen Angreifer Nicklas Shipnoski (fünf U19-Länderspiele) und David Tomic einsetzen.

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