Pirmasens Feinstaub durch Silvesterböllerei: Start ins neue Jahr mit Spitzenwert
An der Messstation in der Lemberger Straße wurde wieder ein Spitzenwert gemessen, jedoch nicht so hoch wie im Vorjahr und deutlich weniger als in Großstädten.
Der Feinstaub mit einer Partikelgröße von kleiner als zehn Mikrometer wird in der Lemberger Straße am Krankenhaus-Parkplatz gemessen. Die Feinstaubwerte waren im vergangenen Jahr fast immer unter dem Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft als Tagesmittelwert. Nur am 10. Februar wurde der Grenzwert mit 62 Mikrogramm überschritten. Nahe an den Grenzwert kamen zudem der 20. Januar mit 41 und der 12. März mit 46 Mikrogramm. An den übrigen Tagen des Jahres pendelten die Feinstaub-Tagesmittelwerte zwischen acht und 36 Mikrogramm – ähnlichen auch am 31. Dezember bis Mitternacht.
Am 1. Januar gegen 1 Uhr gab es mit einem Einstunden-Mittelwert von 169 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft den ersten Höchstwert des Jahres. Eine Stunde später war der Wert aber schon wieder auf 36 Mikrogramm abgesackt. Gegen 8 Uhr lag er dann bei acht Mikrogramm.
Der Spitzenwert um 1 Uhr dürfte klar mit der Böllerei zusammenhängen. Im Vorjahr lag er zum gleichen Zeitpunkt bei 240 Mikrogramm. Für den höheren Wert könnten die damaligen Wetterbedingungen mit verantwortlich sein: Es herrschte extremer Nebel. 2026 startete jedoch mit weitgehend klarem Himmel und Wind.
Im Vergleich: In Kaiserslautern wurden um 1 Uhr am Neujahrsmorgen 198 Mikrogramm Feinstaub gemessen, in Mannheim waren es 300 und in Ludwigshafen 228. Spitzenreiter Münchner mit 596 Mikrogramm. Das sind Werte, wie sie an schlechten Tagen in Megastädten Asiens erreicht werden.
Mitten im Pfälzerwald, am Hortenkopf, war der Feinstaubwert am Neujahrsmorgen um 1 Uhr bei sehr guten 19 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.