Fußball
FC Fehrbach: Tabellenletzter in der Bezirksliga nach personellem Umbruch
„Nach acht Spieltagen ist noch keiner auf- oder abgestiegen. Ich denke nicht an Abstieg – auch nicht im Hinterkopf“, sagt Leiner, der das Traineramt in Fehrbach zu Saisonbeginn von Jochen Ellermann übernahm. Es sei eine sehr große Herausforderung, „aber wir können es schaffen“.
Nach dem Unentschieden im ersten Saisonspiel zu Hause gegen Schönenberg gingen die folgenden sieben Begegnungen alle verloren. Die drei letzten Niederlagen (zweimal 0:6, einmal 0:5) waren deftig. Allerdings waren hier auch Topteams wie Trippstadt und Tabellenführer Rockenhausen die Gegner. „Mit denen können wir uns aktuell nicht messen“, gibt Leiner zu.
Großer Aderlass
Schon in der vergangenen Saison kämpfte Fehrbach lange, aber erfolgreich gegen den Abstieg. Nach der Spielzeit war ein enormer personeller Aderlass zu verkraften. Sechs Spieler der sogenannten „goldenen Generation“, Dominique Wick, Yannick Bauer, Florian Grünfelder, Dominik Rindchen, Torben Pokluda und Marcel Schäfer, beschlossen, künftig nur noch bei den Alten Herren (Ü32) der „Tiroler Jungs“ zu kicken, Duncan Stoppel wechselte zum FK Pirmasens II, Niklas Hoffmann schloss sich dem SV Hochstellerhof an. Dazu kam, dass Mittelfeldmotor und Spielleiter Christoffer Lorett verletzungsbedingt diese Runde noch kein einziges Spiel bestreiten konnte.
„Wir haben sehr viel Erfahrung und Qualität verloren“, stellt Leiner fest. Allerdings sei es die Philosophie des Vereins, auf junge Spieler zu bauen und diese zu integrieren. Auch wenn es tabellarisch aktuell nicht gut aussehe, sei die Lage nicht so dramatisch, wie sie von außen teilweise dargestellt werde. Leiner: „Allen war bewusst, dass es knallhart wird, die Klasse zu halten. Und natürlich sind die jüngsten Ergebnisse frustrierend. Aber wir sehen nicht ganz so schwarz und lassen uns nicht aus der Ruhe bringen.“
AH-Akteure helfen ab und zu aus
Trotz der Niederlagenserie sei die Mannschaft intakt. „Mir gefällt es in Fehrbach sehr gut“, versichert Leiner. Er wolle die Jungs aufbauen, verbessern und Schritt für Schritt nach vorne bringen. „Und das sind keine Durchhalteparolen“, bekräftigt der 44-Jährige. Dass ab und zu ein Akteur aus der eigenen AH aushilft, begrüßt Leiner ausdrücklich: „Sie können den Jungen mit ihrer Erfahrung helfen. Das sieht man schon, wenn wie zuletzt Bauer, Ellermann oder Pokluda im Training dabei sind.“ Allerdings solle man auch deren Entscheidung respektieren, nicht mehr in der ersten Mannschaft spielen zu wollen. Sollte Not am Mann sein, sei er sicher, dass die altgedienten Spieler aushelfen werden. Allerdings werde keiner von denen zehn oder zwölf Spiele am Stück machen. Auch müsse man bedenken: „Wenn ich jetzt zehn Spieler reaktiviere, sitzen die Jungen auf der Bank, und ich habe nächstes Jahr das gleiche Problem.“ Am Sonntag kommt der Tabellenachte Wolfstein.
LANDES-/BEZIRKSLIGASPIELE
Landesliga: SV Rodenbach - SF Bundenthal, SV Hermersberg - TSC Zweibrücken (beide Sonntag, 15.15 Uhr), SV Nanz-Dietschweiler - SG Eppenbrunn (Sonntag, 16 Uhr), FV Ramstein - SV Hinterweidenthal (Sonntag, 16.15 Uhr)
Bezirksliga: SV Battweiler - FC Rodalben (Samstag, 17 Uhr), FC Fehrbach - TSG Wolfstein-Roßbach (Sonntag, 15 Uhr), SpVgg Waldfischbach/Burgalben - VfR Kaiserslautern (Sonntag, 15.15 Uhr, in Waldfischbach)