Pirmasens Fast eine halbe Million Titel auf der Festplatte
Wenn er auftritt, ist Musik drin: Patrick Freyer, Regionalligafußballer beim FK Pirmasens, sorgt nicht nur für Action auf dem Rasen, sondern feiert auch als Discjockey immer größere Erfolge.
Als der 27-Jährige an diesem Samstag um drei Uhr in der Früh die Stecker zieht, hat er als „DJ Padde“ mal wieder ganze Arbeit geleistet. Der SV Rot-Weiß Höhmühlbach hatte ihn zu seinem Sportfest engagiert, und mehr als fünf Stunden lang ging im Partyzelt auf dem Vereinsgelände des B-Klässlers die Post ab. Seit nunmehr 16 Jahren ist Freyer, der in 193 Regional- und Oberligaspielen 62 Tore für den FKP erzielte, auch 50-mal für den 1. FC Kaiserslautern II in der Regionalliga stürmte (acht Tore), als „DJ Padde“ unterwegs. Dem Discjockey Ingo Weis, einem Freund aus seinem Heimatdorf Höheinöd, habe er früher immer über die Schulter schauen dürfen, erzählt er davon, wie seine Begeisterung fürs Auflegen gewachsen ist. „Er hat mich angelernt“, ist er ihm heute noch dankbar. Seitdem tingelt Freyer selbst durch die Region, sein Bekanntheitsgrad ist stetig gestiegen, und damit auch die Ansprüche. „Seit Januar 2016 mache ich das Ganze ein bisschen professioneller“, beschreibt er die Veränderungen, die sich hauptsächlich im Equipment niedergeschlagen haben. Einen eigenen Hänger braucht er mittlerweile, um all die Boxen und Leuchten samt Stativen, das DJ-Pult und vieles mehr zu transportieren, denn er liefert ein Gesamtpaket aus Licht und Ton. Für das überschaubare Partyzelt in Höhmühlbach reicht die kleine Ausstattung, aber wenn alle Moving Heads, Scanner und LED-Spots zum Einsatz kommen, kann er auch größere Räumlichkeiten zum Kochen bringen. Fast eine halbe Million Titel hat DJ Padde auf der Festplatte. Vinyl legt er nicht auf, sondern mixt seine Abende mittels eines modernen DJ-Audiointerfaces, das Übergänge ermöglicht, von denen Analog-Discjockeys vergangener Tage nicht zu träumen gewagt hätten. Was konkret gespielt wird, richtet sich nach dem Publikum und der Stimmung. Charts-Hits und Partymusik kommen stets gut an, auch Schlager sorgen immer wieder für beste Laune, und wenn es sein muss, dann lässt DJ Padde zwischendurch auch mal einen Volksmusik-Kracher los. Natürlich werden auch Musikwünsche gerne erfüllt. Was hört der DJ privat gerne? Charts, House und Hip-Hop stehen bei ihm ganz hoch im Kurs, aber gerne darf es auch Rock sein. Man muss eben selbst auch etwas flexibel bleiben in diesem Job, den er aber nicht zu seinem Hauptberuf machen möchte. Denn seinem Arbeitgeber John Deere in Zweibrücken will er die Treue halten und natürlich dem FKP.