Pirmasens Für Orth ist es „das Spiel des Jahres“

RODALBEN. Wenn morgen ab 19 Uhr der FC Rodalben in der 2. Fußball-Kreispokalrunde gegen den FK Clausen spielt, dann ist dies für den neuen FCR-Trainer Oliver Orth „das Spiel des Jahres“. Dies habe man sich beim einstigen Verbandspokalsieger gewünscht, zumal es in der C-Klasse Ost, wo der FCR nach seinem Wiedereinstieg eingruppiert ist, „keine Derbys“ gebe.
Das Match ist ein Klassiker des südwestpfälzischen Fußballs. Nur: So tief war es selten angesiedelt. Einst, in den 1960er und 1970er Jahren standen sich die Schwarz-Weißen aus Rodalben und die Schwarz-Gelben aus Clausen auf dem Hartplatz gegenüber, wurde mit teils harten Bandagen auf oberstem Amateurniveau gekämpft und Hunderte oder gar über 1000 Zuschauer fieberten außen rum mit. Jetzt kickt der FCR (1975 Viertelfinalist der Deutschen Amateurmeisterschaft) nach einer einjährigen Auszeit, weil er keine Mannschaft zur Verfügung hatte, in der C-Klasse Ost, während Ex-Oberligist Clausen den Aufstieg in die A-Klasse verpasste und eine weitere Runde in der B-Klasse Ost dreht. Gleichwohl zählen beide Teams in ihren Klassen zu den Titelfavoriten. Beide haben ihre ersten beiden Saison-Punktspiele deutlich für sich entscheiden können. „Unsere ersten beiden Gegner habe sich nur hinten hineingestellt. Das gegen Clausen wird für meine Mannschaft deshalb noch einmal ein ganz andere Erfahrung“, freut sich der vom TuS Leimen nach Rodalben gekommene Orth, der sich mit seinen 37 Jahren nicht mehr selbst ins Tor stellen will. Mit Clausens Spielertrainer Andreas Langner, der ihn 1999 nach Clausen gelotst habe, verbinde ihn eine echte Freundschaft. „Wir haben durchaus eine Chance, auch wenn es sehr schwierig für uns werden wird“, sagt Orth zum Derby. In der Saisonvorbereitung schlugen die Rodalber die Clauser in einem Blitzturnier bei nur 30 Minuten Spielzeit mit 2:1. Auch das habe Selbstvertrauen gegeben. Da die Stärken beider Teams in der Offensive liegen, sei ein attraktives Spiel zu erwarten. Orth: „Es wäre deshalb schön, wenn die Zuschauer wie früher in Dreierreihen um den Sportplatz stehen würden.“ Das Derby spiele „für die Mannschaft und den ganzen Verein eine wichtige Rolle“. Alte FCler wie Georg Dauenhauer würden schon seit der Auslosung von den ehemaligen Fußballschlachten der Nachbarvereine schwärmen. |ig