Pirmasens Etliche Unzulänglichkeiten

«HERSCHBERG.» Nachdem sich der SV Herschberg zuletzt stark verbessert gezeigt hatte, kam er gestern im Fußball-Verbandsliga-Heimspiel gegen den TB Jahn Zeiskam mit 1:5 (0:2) unter die Räder. Gerade in der ersten Halbzeit offenbarte das Tabellenschlusslicht etliche Unzulänglichkeiten.
„Wir haben es zumindest in der zweiten Hälfte gut gemacht“, sagte SVH-Kapitän Felix Lapot, der sich über seinen ersten Treffer in der Verbandsliga freuen konnte. Gleich zu Beginn luden die Herschberger, die dem Gegner vor 70 Zuschauern zu viel Raum ließen, herzlich zu den ersten beiden Treffern ein. Eric Biedenbach, Kapitän des TB, ließ sich nicht zweimal bitten, und machte aus den ersten beiden Chancen gleich zwei Treffer (7. und 18. Minute). Danach plätscherte die Partie dahin, bis zur Pause hatte Herschberg den Ball dreimal in Richtung Tor geschossen, das Gehäuse aber weit verfehlt. Zeiskam hatte zwar neun Schüsse aufs Tor abgegeben, war aber nicht mehr zwingend genug, nutzte den sich bietenden Platz kaum. Denn gerade auf den Außenpositionen erspielte sich der TB immer wieder Überzahlsituation, lief oftmals mit drei Spielern auf den mit viel Herz kämpfenden Christoph Metzger. SVH-Trainer Mirko Bitzer versuchte, mit taktischen Umstellungen mehr Ordnung ins eigene Spiel zu bekommen. Nach der Einwechslung von Hassan Guled, der in die Spitze beordert wurde, fehlte die Entlastung im Spiel. Guled, der sich zuletzt verbessert zeigte, gab seinen Gegenspielern lediglich „Geleitschutz“ und wurde in der 53. Minute bereits wieder ausgewechselt. Nach dem 0:3 durch den dritten Treffer von Biedenbach blühte der SVH ein wenig auf. „Wir hatten nach vorne auch ein paar gute Aktionen“, meinte Lapot. In der 61. Minute verwandelte er nach einem Foul von Pascal Thiede an Metzger den fälligen Strafstoß. Die Herschberger haderten mit dem Schiedsrichtergespann um Manuel Brell. „Die Leistung der Schiedsrichter war mehr als ungenügend. Uns wurden zwei Elfmeter nicht gegeben“, schimpfte der derzeit verletzte Kapitän des SVH, Jan Böhr. Ein klarer Handelfmeter kurz vor dem 1:3 wurde den Herschbergern verwehrt. Keeper Jan Maurer war es in der Schlussphase zu verdanken, dass die Niederlage nicht noch höher ausgefallen war. Er parierte reihenweise Schüsse der Zeiskamer. Dennoch musste der für Bitzer ins Tor zurückgekehrte Maurer noch zweimal hinter sich greifen. Maximilian Krämer mit einem Volleyschuss sowie Serkan Toker mit einem strammen Schuss von der Strafraumgrenze erhöhten auf 5:1. „Wir haben unsere Pflichtaufgabe erfüllt, mehr war das nicht“, sagte der zufriedene TB-Trainer Sahin Pita. SO SPIELTEN SIE SV Herschberg: Maurer - Steinbach, Leis (19. Guled, 53. Enstipp), Hocke, Metzger - Becker, Strütt, Lapot, Pannen, Özkaya - Weber (75. Ezz).