Pirmasens Erste Hettenhausenerin bei einer DM
Erstmals hat sich ein Mitglied des Schützenvereins Hettenhausen für eine deutsche Meisterschaft qualifiziert. Es handelt sich um die erst 13-jährige Lea Linsmayer, die am Sonntag auf der Olympia-Schießanlage in Garching-Hochbrück bei München zum Luftgewehr-Wettbewerb der Schülerinnen antritt. „Darauf bin ich schon ein bisschen stolz“, sagt das treffsichere Mädchen aus dem nur gut 200 Einwohner zählenden Sickingerhöh-Dorf. Bereits ihr Opa und ihr Vater hatten beim Schützenverein Hettenhausen die Zehn ins Visier genommen. Da lag es nahe, dass Lea es auch probiert. Beim Ostereierschießen vor drei Jahren nahm sie zum ersten Mal ein Gewehr in die Hand. Und sie traf vorzüglich. So wurde für sie bei der Kreisverwaltung eine Sondergenehmigung für das Schießen mit Luftdruckwaffen erfolgreich beantragt. Ansonsten ist es erst mit zwölf Jahren erlaubt, eine Waffe in die Hand zu nehmen. In den Ranglisten der Jugendwettkämpfe war Lea Linsmayer, die Schülerin der IGS Landstuhl ist, schnell ganz vorne zu finden. Alsbald durfte sie unter der Regie von Julius Geib im E-Kader des Pfälzischen Schützenbunds in Schopp mittrainieren. „Da lernt man schon den einen oder anderen Trick, wie man sich weiter verbessern kann“, erzählt Lea. Im Mai wurde sie Jugendschützenkönigin und qualifizierte sich für die Verbandsmeisterschaften mit dem Luftgewehr in Ludwigshafen. „Anfangs schoss sie noch mit dem vereinseigenen Luftgewehr, aber irgendwann haben wir ihr dann eine Walther 400 gekauft“, berichtet ihre Mutter. Es sei die „Billigvariante“ eines sonst 1500 Euro teuren Luftgewehrs gewesen. Mit ihrem Vereinstrainer Felix Becker verbesserte sich die 1,68 Meter große Lea permanent und erfüllte dann in Ludwigshafen mit 184 Ringen die Qualifikationsnorm für die deutsche Meisterschaft. Nervös sei sie jetzt noch nicht, sagt sie. Aber das könne noch kommen, wenn sie auf der riesigen Olympia-Schießanlage in einer Reihe mit rund 50 weiteren Schützinnen steht. Unterstützt und begleitet wird Lea von ihrer kompletten Familie, ihrem Vereinstrainer und einer Freundin. Ihr Ziel ist es, unter den rund 120 Teilnehmerinnen „zumindest nicht Letzte zu werden“, sagt Lea und liebäugelt mit einem Platz im ersten Drittel. Auf jeden Fall ist es für sie ein Abenteuer und eine riesige Erfahrung, mit 13 bei einer DM dabei zu sein.