Pirmasens Einblick in die Vielfalt der heimischen Chöre
Eine beeindruckende Bestätigung der Leistungsstärke und Leistungsbreite der Chöre, die unter dem Dach der Wieslautergruppe und im Kreis-Chorverband Westpfalz/Blies zuhause sind, lieferte das Konzert, das zehn verschiedene Chöre aus acht Vereinen am Sonntagabend.
Das Konzert in der gut besuchten Hauensteiner Christkönigskirche gab zunächst einen Einblick in die Vielfalt und Verschiedenartigkeit der Chöre: Da stand beispielsweise der kleine Chor aus Hinterweidenthal mit seinen gerade 20 Stimmen und mit drei fein dargebotenen Beiträgen zwischen dem gewohnt souveränen Auftritt des Gemischten Chores des MGV Hauenstein, der das Konzert eröffnet hatte, und dem überaus stattlichen Männerchor des MGV Waldeslust Bruchweiler, der mit annähernd 50 Stimmen den großen Chorraum prominent und sehr harmonisch füllte. Und es gibt auch den kleinen Chor „Bella Cunta Canta“, der sich als junger Chor innerhalb der Chorgemeinschaft Lug/Dimbach etabliert hat. Und so unterschiedlich die Struktur der Chöre ist, so unterschiedlich waren die Beiträge, die einen breiten Querschnitt durch die Chorliteratur zur Weihnachtszeit darstellten. Das Programm wurde eröffnet mit dem wohl über 400 Jahre alten Adventslied „Macht hoch die Tür“, das alle Chöre ebenso gemeinsam mit dem Publikum sangen wie das Schlusslied, das traditionelle Weihnachtslied „O du fröhliche“. Zwischen dieser Klammer wurden Advents- und Weihnachtslieder unterschiedlichster Provenienz dargeboten: Friedrich Silchers „Ehre sei Gott in der Höhe“ war zu hören und Robert Brauchs „Adventskantate“, in die Textpassagen eingewoben wurden. Das aus Amerika stammende „Trommellied“, das von Bing Crosby und David Bowie ebenso gesungen wurde wie von den Wiener Sängerknaben, fand – dargeboten vom Männerchor aus Fischbach – besonders viel Applaus. Alpenländische Weihnacht beschrieb Pasquale Thibauts „Weihnachtszeit in den Bergen“, „Glad Noel“ des Amerikaners Mark Wilson jubelt die weihnachtliche Freude heraus. Thematisch ging es in den Liedern um (fast) alle Aspekte der Advents- und Weihnachtszeit. „Advent ist ein Leuchten“ und „Halleluja! Der Retter der Welt ist da“ hießen zwei Sätze, „Hört den Jubel der Weihnachtszeit“ ein anderer. „Friede und Liebe“ wurden besungen und „Die Christrose“. Allen Chören kann man bescheinigen, dass sie sehr hörenswert, konzentriert und mit Herzblut agierten. Das Programm gestalteten der Gemischte Chor des MGV Hauenstein (Leitung Julia Dauenhauer), der MGV Hinterweidenthal (Horst Schäfer), der MGV Waldeslust Bruchweiler, der GV Männerchor Bundenthal (Eva Kling), der GV Eintracht Busenberg (Sandra Schenk), der Männerchor und der Gemischte Chor des GV Fischbach (Hans Rudi Weiler), die Chorgemeinschaft Lug/Dimbach und der Singkreis „Bella Cunta Canta“ (Andrea Serr). Der Erlös geht, wie der Hauenstein MGV-Vorsitzende Peter Kopper mitteilte, zu gleichen Teilen an die Hauensteiner Kitas, um deren musikalische Früherziehung zu unterstützen. Arthur Helfrich (Fischbach), der Vorsitzende der Wieslautergruppe, war sehr angetan von der Leistung der Chöre und der Atmosphäre des Konzerts, das auf eine lange Tradition zurückblicken könne. „Es war ein rundum gelungener Abend“, bilanzierte er. In seiner Begrüßung hatte er gesagt: „Lassen Sie sich verzaubern von unserem Melodienstrauß und so die Erwartungen wecken für das Wunder der Weihnacht.“ Das ist den Chören gelungen.