Pirmasens Ein Doppel fehlt zur Verbandsliga

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Pirmasens. Nur drei Matchpunkte (also ein Doppel oder zwei Einzel) haben der Ü40-Fraktion des Tennisclubs Rot-Weiß Pirmasens gefehlt: Ganz knapp haben sie in ihrer Altersklasse die Meisterschaft in der Pfalzliga und damit den Aufstieg in die Verbandsliga verpasst. Die jüngeren Herren vom Haseneck dagegen sicherten sich am Sonntag durch den dritten Sieg in Folge noch den Verbleib in der A-Klasse. In beide Entscheidungen wesentlich involviert: Thomas Riehmer, einer von vier Vorsitzenden des TC Rot-Weiß.

Riehmer, Jahrgang 1970, spielte zunächst am Samstag mit dem Herren-40-Team gegen den Park TC Grünstadt. Die Ausgangslage vor dem letzten Spieltag war trotz der 8:13-Niederlage eine Woche zuvor im Spitzenspiel beim damit punktgleichen TSV Fortuna Billigheim-Ingenheim eigentlich gut. Die Rot-Weißen führten mit vier Matchpunkten Vorsprung auf Billigheim-Ingenheim, hatten ein Heimspiel gegen den Tabellensechsten, während der TSV es mit dem ebenfalls 10:2 Punkte aufweisenden Tabellendritten Grün-Weiß Bellheim zu tun hatte. Pirmasens gewann zwar sein Heimspiel, allerdings „nur“ mit 12:9, während Billigheim-Ingenheim die Bellheimer überraschend klar mit 19:2 schlug und so noch an den Rot-Weißen vorbeizog. Grünstadt stand allerdings auch ganz gut, hatte auf Position vier noch einen Leistungsklasse-9-Spieler und auf sechs immerhin einen LK-11-Mann. Bitter: Stadt-Wirtschaftsförderer Mark Schlick verlor auf jener Position sechs nach gewonnenem ersten Satz den zweiten im Tiebreak und den dritten, als Match-Tiebreak gespielt, in der Verlängerung mit 10:12. Auch Martin Grill zog im Match-Tiebreak den Kürzeren. Thomas Riehmer dagegen setzte sich ebenso wie FKP-Präsident Karsten Volberg im verkürzten dritten Satz durch. Spitzenspieler Torsten Schmidt, nach Verletzungspause wieder dabei, gewann problemlos sein Einzel und auch das Doppel mit Jens Hublitz, der sich trotz Leistenzerrung in den Dienst der Mannschaft stellte. „Ein normaler Spieler hätte nicht gespielt. Ist eben eine Frage der Einstellung!“, lobte Thomas Riehmer, der mit seinem im Einzel erfolglosen Bruder (und Vorstandskollege) Michael das Dreier-Doppel souverän heimfuhr. Eine Woche zuvor in Billigheim-Ingenheim hatten die Pirmasenser Routiniers im Doppel Schiffbruch erlitten, nach einem 8:4 in den Einzeln alle drei Doppel verloren. Riehmer: „Das hatten wir nicht erwartet. Ein Doppel sollte immer machbar sein.“ Allerdings musste da das Einser-Doppel mit Hublitz verletzt aufgeben. Trotz der knapp verpassten Meisterschaft hob Riehmer hervor, dass sein Team „eine tolle Saison gespielt“ habe und „es eben nächstes Jahr noch mal probieren“ werde. Der Leiter der Herren-40-Pfalzliga, Jürgen Gassert (Neustadt), teilte auf RHEINPFALZ-Anfrage mit, dass „der Pfalzliga-Vizemeister in diesem Jahr kein Aufstiegsrecht hat, weil das Rheinland dieses Mal an der Reihe ist“. Nur wenn ein Team auf seinen Platz in der Verbandsliga Rheinland-Pfalz verzichten sollte, könnte RW Pirmasens aufrücken – „doch das kommt bei den Herren 40 eher selten vor“. Am Sonntag stand Thomas Riehmer erneut auf dem Tennisplatz, dieses Mal in Bad Dürkheim. Zusammen mit Tom Weislogel von den Herren 30 verstärkte er das junge Herrenteam, in dem ansonsten Spieler der Jahrgänge 1993 bis 1998 gegen den Filzball schlagen. 4:8 lagen die Pirmasenser nach den Einzeln hinten, mussten also alle drei Doppel gewinnen, um Gastgeber Schwarz-Weiß Bad Dürkheim II nicht nur in diesem letzten Saisonspiel zu schlagen, sondern auch in der Abschlusstabelle hinter sich zu lassen. Das kühne Vorhaben gelang. auch weil Weislogel (einst mehrfacher Pfalzmeister im Doppel) und Riehmer, beide anno 1999 für Rot-Weiß in der Oberliga am Start, im Zweierdoppel mit 10:8 im Match-Tiebreak triumphierten. „Wir beide haben schon sehr, sehr lange nicht mehr zusammen gespielt, aber das Doppelspielen verlernt man nicht“, sagte Riehmer. Weislogel hatte auch im Einzel gespielt, verlor dort allerdings auf Position eins gegen Kai Prien (beide LK 7) mit 3:6 und 5:7. So fand die Saison für die Rot-Weiß-Herren nach vier Niederlagen in den ersten vier Spielen noch ein gutes Ende mit 6:8 Punkten und Platz vier. Riehmer wollte die Unterstützung aus dem Seniorenlager nicht hoch gewichten und betonte das „Riesenpotenzial“ der jungen Truppe: „Wenn wir das erste Spiel gegen Landstuhl (9:12) gewinnen, sieht die Sache anders aus.“ Positiv die Einzel-Bilanzen von Patrick Leininger und Jonathan Roth (je 5:2 Siege), negativ die von Spitzenspieler Jonas Littig (1:5), Leon Brand (0:5) und Valentin Fuhrmann (2:4); Philipp Schwinghammer erreichte hinten ein 3:3. Littig sei, so Riehmer, „auf jeden Fall ein guter Einser für die A-Klasse“ und habe „viele Spiele unglücklich verloren“. Natürlich wäre die Mannschaft im Falle einer Rückkehr von Simon Döhring (gerade Verbandsligameister mit Schwarz-Weiß Landau geworden) erheblich stärker, doch sei dies wohl zumindest für die nächste Runde noch kein Thema. Riehmer: „Das würde in jeder Hinsicht passen, aber Simon hat jetzt die Chance, Oberliga zu spielen.“

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