Pirmasens
Douglas kehrt Pirmasens den Rücken
Die in Pirmasens beschäftigten Douglas-Mitarbeiterinnen werden betriebsbedingte Kündigungen erhalten, sofern keine Weiterbeschäftigungsmöglichkeiten anderorts bestehen, erklärte die Douglas-Sprecherin auf Anfrage der RHEINPFALZ. Für die betroffenen Beschäftigten hat die Parfümerie-Kette in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit eine Transferagentur beauftragt, um die Beschäftigten bei ihrer beruflichen Neuorientierung noch sechs Monate über das Beschäftigungsverhältnis hinaus zu unterstützen. Über die Anzahl der Beschäftigten in Pirmasens machte die Unternehmenssprecherin keine Angaben. In der Region werden weitere Douglas-Filialen schließen. Unter anderem sollen Niederlassungen in Kaiserslautern und Saarbrücken ihre Pforten schließen.
Bundesweit werden den Angaben zufolge etwa 60 von aktuell 430 Douglas Geschäfte aufgegeben. Damit reagiere das Unternehmen auf die immer schnellere Verlagerung der Umsätze ins Internet. Noch im Januar hatte der Konzern Rekord-Umsätze im digitalen Handel gemeldet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Douglas die Umsatzzahlen dort nach eigenen Angaben um mehr als 40 Prozent steigern.
Aber nicht nur Douglas zieht sich aus deutschen Innenstädten zurück. Die Commerzbank-Filiale am Eingang der Fußgängerzone ist ebenfalls von einer Schließung bedroht. Die Commerzbank wird in den kommenden Jahren voraussichtlich rund 10. 000 Stellen abbauen und ihr Filialnetz stark ausdünnen. Ob dabei auch die Pirmasenser Filiale betroffen ist, steht nach Angaben der Bank zur Zeit noch nicht fest.
„Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Entwurf seiner neuen Strategie für die Commerzbank zur Erörterung vorgelegt“, informierte Ulrike Eisenacher, Pressesprecherin Region Mitte bei der Commerzbank. Die Aufsichtsratsitzung, in der das Strategiepapier erörtert und die Umsetzung beschlossen wurde, fand in dieser Woche statt. Konkrete Entscheidungen seien aber bislang nicht getroffen. Zu den regionalen Auswirkungen in Pirmasens könne sie deshalb zum aktuellen Zeitpunkt keine Angaben machen, informierte die Pressesprecherin weiter. In der Commerzbank-Filiale in Pirmasens seien vier Mitarbeiterinnen fest vor Ort beschäftigt, vier weitere „Spezialisten“ könnten bei Bedarf hinzugezogen werden.