Fußball DM der Werkstätten für Behinderte: Pirmasens auf Platz vier
„Das ist ein Ergebnis, auf das wir sehr stolz sein können“, befand Eric Schmitt, der seit zwölf Jahren und aktuell zusammen mit Rainer Bold die Kicker im Verbund der Heinrich-Kimmle-Stiftung betreut.
7:0 gegen Hamburg
Die 16 Landesmeister traten im Kleinfeld-Modus in der Sportschule des Deutschen Fußball-Bunds in Duisburg-Wedau in vier Gruppen gegeneinander an. Gegen die Elbewerkstätten aus Hamburg schossen sich die Männer aus Pirmasens zu einem 7:0. Von Bremen trennte sich der Rheinland-Pfalz-Meister mit einem torlosen Unentschieden, und im entscheidenden Match um den Gruppensieg setzten sich die Pirminiuswerkstätten mit 2:1 gegen Köln durch.
Im Halbfinale setzte es mit einem 0:4 gegen den späteren Deutschen Meister aus Hannover die erste Niederlage. „Nach einem 0:1-Rückstand sind wir ins Risiko gegangen, haben aufgemacht und noch drei Tore kassiert“, erzählte Schmitt die Geschichte der Partie.
„Herausragend“
Ähnlich lief das Match um Platz drei, in dem Pirmasens 0:1 hinten lag, mit einem Pfostenschuss Pech hatte und letztlich 0:3 unterlag. Schmitt, der auch schon dem Trainerteam der Nationalmannschaft angehörte: „In ganz Deutschland gibt es 2800 Mannschaften. Jetzt sind wir Vierter – herausragend.“
Ganz knapp verfehlten die Frauen der SG Pfalz den DM-Titel. Die unter anderem von Schmitt und dem ehemaligen Fußballprofi Benjamin Auer trainierte Auswahl mit sechs Pirmasenserinnen (von zwölf Spielerinnen im Kader) marschierten ohne Gegentor mit vier Siegen ins Finale. Dort lag die pfälzische SG mit 0:1 hinten, glich jedoch noch aus und rettete sich ins Achtmeterschießen um die deutsche Meisterschaft. Als sich dann die Spielgemeinschaft Schleswig einen Fehlschuss leistete, schien der Weg frei zum Titelgewinn. Doch die Fußballerinnen aus der Pfalz patzten danach gleich zweimal und verloren letztlich mit 3:4.