Tennis RHEINPFALZ Plus Artikel Die zwei bärenstarken Doppel des TC Rot-Weiß

Der Trainer und seine Punkte-Bank: Jens Hublitz (links) und Jonathan Roth vom TC Rot-Weiß Pirmasens.
Der Trainer und seine Punkte-Bank: Jens Hublitz (links) und Jonathan Roth vom TC Rot-Weiß Pirmasens.

Nach mehreren vergeblichen Anläufen haben die Herren des TC Rot-Weiß Pirmasens nun ihr großes Ziel erreicht.

Durch das 5:4 am Sonntag im „Endspiel“ der A-Klasse gegen die bis dato ebenfalls verlustpunktfreie SG Römerberg/Heiligenstein steigen die Pirmasenser in die Tennis-Pfalzliga auf. „Ich bin erleichtert“, sagte Jens Hublitz, Vorsitzender und Trainer in Personalunion, als er nach der „Hitzeschlacht“ gegen 17 Uhr auf der schattigen Clubhaus-Terrasse mit seinen Spielern ein Meister-Bier trank.

Es war die erwartet schwere Aufgabe. Aus der erhofften Führung vor den drei Doppeln wurde es nichts, weil gleich drei Einzel im Match-Tiebreak verloren gingen. „Es läuft im Tennis meist nicht so, wie man es sich vorstellt. Tennis ist eine Kopf-Sportart. Nervosität wird da schon ein Thema“, merkte Hublitz dazu an. Stefan Gartner (4:6, 6:3, 8:10 gegen Tobias Schwarz), Nils Stephan (6:2, 3:6, 1:10 gegen Daniel Klupp) und Christopher Ambis (2:6, 6:4, 7:10 gegen Jaron Schwarz) unterlagen jeweils in dem auf einen langen Tiebreak verkürzten dritten Satz.

Am Samstag noch in Österreich gespielt

„Ich war 3:1 vorne, lasse dann drei, vier Breakbälle zum 4:1 liegen, und danach läuft mir der erste Satz weg“, ließ Gartner sein Match auf Position zwei gegen den hart aufschlagenden LK-5-Spieler aus Römerberg noch mal Revue passieren. Gartner, tags zuvor noch im Burgenland in der vierten österreichischen Liga für den TC Illmitz im Einsatz, ließ sich im zweiten Durchgang die Führung nicht mehr nehmen und machte mit einem zweiten Break den Satz zu. Im Match-Tiebreak rannte er aber von Beginn an einem Rückstand hinterher. Bei 5:9 wehrte die aktuelle Nummer 130 der österreichischen Rangliste die ersten drei Matchbälle mit vollem Risiko ab, doch beim vierten unterlief ihm, wie er selbst einräumte, „ein blöder Returnfehler“.

Stephan hatte auf Position drei in Klupp einen „läuferisch und kämpferisch besseren“ Gegner, wie Teamkollege Jonathan Roth anmerkte. Auch im letzten Einzel beim Stand von 3:2, das Ambis knapp verlor, sei „die mentale Stärke“ entscheidend gewesen, urteilte Roth.

Linkshänder mit starker Vorhand

Roth selbst siegte nach einem souveränen Auftritt mit 6:1, 6:0 gegen Federico Tocco. Der Russe Pavel Petrov, die entscheidende Verstärkung des TC Rot-Weiß in dieser Saison, schlug im Spitzeneinzel Michael Schwarz (LK 5) mit 6:1, 6:2. Wenn der im spanischen Alicante lebende Linkshänder mit seiner Vorhand Tempo macht, hat es in der A-Klasse auch eine bis dahin ungeschlagene Nummer eins sehr, sehr schwer. Den dritten Einzelpunkt holte Benjamin Knierim. Der Ex-Landesligafußballer ist auf Position sechs in dieser Klasse eine Bank, auch wenn er beim 6:2, 6:4 gegen Leon Thuy Mitte des zweiten Satzes eine knifflige Situation überstehen musste.

3:3 also nach den Einzeln, Rot-Weiß brauchte zwei Doppel zur Meisterschaft. Dass dies gelingen würde, wurde dem Publikum am Haseneck schnell klar, zu überlegen waren das Einser-Doppel Petrov/Ambis (6:2, 6:2 gegen Klupp/Vogelsang) und das Zweier-Doppel Gartner/Roth (6:2, 6:0 gegen Tobias Schwarz/Tocco). Spektakulär Gartners Überkopf-Punkt von einem Meter hinter der Grundlinie. Das 4:6, 2:6 von Stephan/Knierim fiel nicht ins Gewicht.

Römerberger Fazit

Der Römerberger Klupp war trotz des knapp verpassten Aufstiegs stolz auf die „beste Runde von uns seit Jahren – in den letzten Jahren wären wir damit aufgestiegen“. Sein Doppelpartner Vogelsang stellte fest: „Die Pirmasenser waren zu gut.“

Überragend: Weltranglistenspieler Pavel Petrov gewann alle seine Einzel und Doppel für Meister Rot-Weiß Pirmasens klar.
Überragend: Weltranglistenspieler Pavel Petrov gewann alle seine Einzel und Doppel für Meister Rot-Weiß Pirmasens klar.
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