Montagsumfrage Die schönste Zeit: Geburt der Kinder, erste Liebe und Rock’n’Roll
„Mein ganzes Leben ist eigentlich glücklich verlaufen, ich konnte zumindest auch schwierigen Situationen immer etwas Positives abgewinnen. Man spricht im Leben von so einigen schönen Zeiten, ob das die Geburt der Kinder ist oder die eigene Hochzeit“, sagt Nicole Benz. Heute sei für sie vor allem die Tatsache schön, dass sie und ihre Lieben gesund sind. „Von daher ist das auch gerade die schönste Zeit in meinem Leben“, so Benz.
Marliese Burkhardt erinnert sich gerne an ihre Kindheit in Thaleischweiler-Fröschen zurück, die sie mit ihren Eltern und ihrem zehn Jahre älteren Bruder verbracht hat. „Wir waren nicht reich, hatten aber ein liebevolles Elternhaus. Damals war der Zusammenhalt auf dem Dorf noch anders. Wir hatten tolle Nachbarn und jeder hat jedem geholfen. Das war meine schönste Zeit im Leben“, versichert Burkhardt.
Im Abstand von drei Jahren ist Franz Schäfer zweimal Vater von Mädchen geworden – für ihn eine tolle, aufregende und sehr prägende Zeit, wie er sagt. „Vater zu werden, verändert einfach alles. Meine Töchter sind heute 36 und 40 Jahre alt und ich bin mittlerweile auch Opa. Das ist dann noch einmal ganz anders“, sagt er.
Seine Jugend im russischen Wolgograd ist Konstantin Lewtschenko besonders glücklich in Erinnerung geblieben. „Das Alter von 15 bis 25 Jahren war für mich eine tolle Zeit. Ich hatte viel Lebensenergie und war zum ersten Mal verliebt. Meiner ersten Liebe wegen bin ich nach Deutschland gekommen – und geblieben“, erzählt er.
Christa Majer wiederum ist Jahrgang 1939, als der Zweite Weltkrieg vorüber war, war sie sechs Jahre alt. „Die Zeit, die danach kam, war für mich die schönste Zeit. Meine Jugend war von einem Überlebensgefühl und Lebenshunger geprägt. Die Amerikaner haben uns den Rock’n’Roll und Elvis Presley gebracht und wir wollten tanzen, leben und Spaß haben. Das war alles unheimlich befreiend, auch, was die damalige Mode angeht“, sagt die heute 85-Jährige.
In der Vorderpfalz hat Birgit Weyhersmüller einst mit geistig eingeschränkten Menschen gearbeitet – für sie die schönste Zeit in ihrem Leben. „Da gab es aber auch Menschen, die waren körperlich schwerstbehindert, mich ihnen zu widmen und sie zu pflegen, war einfach erfüllend. Mit gehandicapten Menschen komme ich gut klar, manchmal sogar besser als mit Menschen ohne Einschränkungen“, sagt sie.
