Leichtathletik RHEINPFALZ Plus Artikel Die Nummer zwei in der Welt kommt aus Herschberg

2021 die mit riesigem Abstand beste deutsche Speerwerferin: Christin Hussong aus Herschberg, die hier ihren Sieg beim Finale der
2021 die mit riesigem Abstand beste deutsche Speerwerferin: Christin Hussong aus Herschberg, die hier ihren Sieg beim Finale der Diamond League in Zürich feiert. 2022 will sie ihren Titel bei den Europameisterschaften in München verteidigen und bei der WM in Eugene die Medaille holen, die ihr bei den Olympischen Spielen versagt blieb.

Die Pandemie hat das Wettkampfjahr geprägt. Dennoch konnten einige Sportlerinnen und Sportler aus der Region Pirmasens mit hervorragenden Leistungen auf sich aufmerksam machen. Gradmesser ist die jetzt veröffentlichte Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletikverbands. Und da findet sich nicht nur Europameisterin Christin Hussong.

Die überragende Leichtathletin aus der Südwestpfalz war auch 2021 Speerwerferin Christin Hussong aus Herschberg – auch wenn sie bei den Olympischen Spielen in Tokio unter ihren hohen Erwartungen blieb und „nur“ den neunten Platz erreichte. Mit 69,19 Meter, geworfen am 30. Mai in Chorzow, führt die aus der Leichtathletik-Abteilung des TV Thaleischweiler hervorgegangene Europameisterin die deutsche Jahresbestenliste an und zwar mit fast elf (!) Metern Vorsprung. Weltweit war dies 2021 die zweitbeste Weite hinter den 71,40 Metern der Polin Maria Andrejczyk. Der Sieg zum Saisonabschluss beim lukrativen Diamond-League-Finale hat Hussongs Selbstzweifel beseitigt: „Ich habe mein inneres Gleichgewicht wieder gefunden. Ich habe allen gezeigt, was ich drauf habe.“

Pfälzerwaldmarathon zählt nicht für DLV-Bestenliste

In der deutschen Jahresbestenliste tauchen auch neue Namen auf, wie beispielsweise das Lemberger Läufer-Ehepaar Becker. Verena Becker ist national bei den Frauen 57. in der Marathonwertung mit einer Zeit von 3:22:39 Stunden, gelaufen beim Bienwaldmarathon in Kandel. Ehemann Jens erscheint als 84. in der Männer-Bestenliste mit einer Zeit von 2:43:45 Stunden, ebenfalls beim Bienwaldmarathon, wo er Pfalzmeister und seine Frau Pfalzmeisterin wurde. Dass Mark Weidler vom TuS Heltersberg als Pfälzerwald-Marathonsieger in 2:40:09 Stunden nicht aufgeführt ist, liegt daran, dass die sehr profilierte Pirmasenser Strecke nicht amtlich vermessen ist.

Bleiben wir beim Laufen: Moritz Heene aus Rodalben, für den 1. FC Kaiserslautern am Start, ist über 110 Meter Hürden in 14,52 Sekunden die Nummer neun deutschlandweit bei den U23-Männern. Die Weselbergerin Denise Petry vom SV Go! Saar 05 sprintete die 100 Meter in 12,10 Sekunden, wird damit als 104. bei den Frauen und als 66. der U23 gelistet. Über die 200 Meter ist die angehende Physiotherapeutin mit einer Zeit von 24,80 Sekunden 83. bei den Frauen und 49. bei der U23. Über 4x100-Meter erreichte sie mit der Staffel vom SV Go! Saar 05 in 48,11 Sekunden Platz 30 bei den Frauen.

Tim Könnel hat auch 2022 einiges vor

In gleich vier Disziplinen schaffte es Tim Könnel vom TuS Heltersberg in die DLV-Jahresbestenliste. Platz 39 über 3000 Meter in 8:28 Minuten Distanz, Platz 43 über 5000 Meter in 14:44,24 Minuten, Platz sieben im 5000-Meter-Straßenlauf in 14:47 Minuten und Platz 72 im Zehn-Kilometer-Straßenlauf in 30:42 Minuten sind für den Arzt aus Hermersberg registriert. „Ich bin sehr zufrieden mit den Leistungen. Im kommenden Jahr steht als erstes die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft im Crosslauf auf heimischem Terrain in Heltersberg auf dem Programm. Im Sommer werde ich auch wieder Bahnrennen über drei und fünf Kilometer laufen. Auch bei den deutschen Meisterschaften über zehn Kilometer am 18. September in Saarbrücken möchte ich starten“, blickt Könnel ins nächste Sportjahr.

Köhler durchbricht magische Grenze

Teils in den gleichen Disziplinen unterwegs ist der Lemberger Alexander Köhler. Er ist auf Platz 146 über fünf Kilometer (15:36,53 Minuten) gelistet. Seine Paradedisziplin, die 1500 Meter, spulte er in 3:59,17 Minuten ab, was national Rang 121 bedeutet. „Ich bin 2021 drei neue persönliche Bestzeiten gelaufen – über fünf Kilometer, über 1500 Meter und im Zehn-Kilometer-Straßenlauf mit 32:35 Minuten. Gerade die magische Grenze von vier Minuten über 1500 zu unterbieten und über zehn Kilometer unter 33 Minuten zu bleiben, das war schon etwas Besonderes“, bilanziert Köhler. Sein Ziel für 2022: „Die Leistungen steigern und sehen, was geht.“

Nils Raab, ebenfalls vom TV Lemberg, belegt über 1500 Meter Platz 223 und über 800 Meter Platz 268 in der Männerwertung. In der Wertung der Unter 23-Jährigen erscheint er auf den Rängen 126 (1500 Meter) und 183 (800 Meter). „Die Qualifikation für die süddeutschen Meisterschaften zu schaffen, so wie dieses Jahr, und den Familienrekord über zehn Kilometer unterbieten, das sind meine Ziele für 2022“, sagt der Contwiger im TVL-Trikot.

Lars Klein aus Saalstadt, der auch für den TV Lemberg startet, erscheint auf Platz 277 über 800 Meter. Seine Vereinskollegin Paula Franz belegt im 1500-Meter-Lauf bei den Frauen Platz 313 und bei der U23 Platz 173.

Starke Sprinterin: Die Weselbergerin Denise Petry (rechts) findet man über 100, 200 und 4x100 Meter in der Jahresbestenliste des
Starke Sprinterin: Die Weselbergerin Denise Petry (rechts) findet man über 100, 200 und 4x100 Meter in der Jahresbestenliste des Deutschen Leichtathletik-Verbands.
Ein Ehepaar in der deutschen Jahresbestenliste: Die Pfalzmeisterin und der Pfalzmeister im Marathon, Verena und Jens Becker aus
Ein Ehepaar in der deutschen Jahresbestenliste: Die Pfalzmeisterin und der Pfalzmeister im Marathon, Verena und Jens Becker aus Lemberg, haben es dorthin gepackt.
Schaffte es in vier Langlauf-Distanzen in die nationale Jahresbestenliste: Tim Könnel aus Hermersberg, hier mit der Startnummer
Schaffte es in vier Langlauf-Distanzen in die nationale Jahresbestenliste: Tim Könnel aus Hermersberg, hier mit der Startnummer 707 bei der deutschen Meisterschaft im Zehn-Kilometer-Straßenlauf.
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