Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Die nächste Klatsche für die TS Rodalben

Nach einem abgefangenen Angriff des Gegners ballt TSR-Torhüter Pascal Glöckner die Faust. Links Timm Hubele, rechts Jonas Gol. l
Nach einem abgefangenen Angriff des Gegners ballt TSR-Torhüter Pascal Glöckner die Faust. Links Timm Hubele, rechts Jonas Gol. l

Die Luft im Abstiegskampf wird für die Pfalzliga-Handballer der TS Rodalben immer dünner. Die Niederlage am Donnerstag gegen die HSG Kaiserslautern war kaum aufgearbeitet, da folgte am Samstagabend schon die nächste Klatsche, eine 27:33 (13:16)-Heimniederlage gegen den Tabellensiebten TuS Heiligenstein.

Die Partie war für die TSR ein Spiegelbild vieler Partien der vergangenen Wochen. Die Mannschaft betrieb einen hohen Aufwand, doch Abschlussschwächen und technische Fehler führten immer wieder zu großen Rückständen. Dazu kam ein Schiedsrichtergespann, das vor allem in der Aufholphase der TSR munter merkwürdige Zeitstrafen verteilte, sodass die Turnerschaft zeitweise mit nur drei Feldspielern agieren mussten.

„Weinen ohne Tränen“

Trainer Mirko Pesic fehlten nach dem Abpfiff lange Zeit die Worte. Dann sagte er: „In mir ist Weinen ohne Tränen. Ich möchte keine Ausreden suchen. Die Fehler lagen hauptsächlich bei uns. Über 20 Fehlversuche, davon 15 technische Fehler – die Fehlerquote war einfach zu hoch. Dazu zum dritten Mal in Folge über 30 Gegentore bekommen, so kann man ein Spiel nicht gewinnen.“ Zu der Schiedsrichterleistung merkte er an: „Mit ihrer katastrophalen Leistung haben sie zu viel Nervosität beigetragen und letztlich haben wir am Ende den Faden verloren. Dies war zwar nicht spielentscheidend, hat aber viel Unruhe ins Spiel gebracht.“

Zu Beginn führte die TSR durch Treffer von Leif Schäfer und Jonas Goll mit 2:0. Nach dem 2:2-Ausgleich entwickelte sich bis zum 6:7 durch einen Tempogegenstoß von Marcel Groß (17.) ein offenes Spiel. Dann aber zogen die Gäste mit schnellem und cleverem Spiel davon – 6:11 (20.). Die TSR kämpfte sich zurück, verkürzte durch Leif Schäfers Tor auf 14:16 (32.).

Golls Sonderaufgabe

In der zweiten Hälfte setzte Rodalben meist auf eine 5-1-Deckung, bei der Jonas Goll den gefährlichsten Spieler der Vorderpfälzer, Sven Hoffmann, abschirmte, was ihm auch großteils gelang. Nach sechs Toren in der ersten Halbzeit gelangen Hoffmann nach dem Seitenwechsel nur noch zwei Treffer. Doch wollte sich das Blatt trotz einiger toller Paraden von TSR-Keeper Pascal Glöckner nicht wenden. Im Gegenteil: Innerhalb von 87 Sekunden hagelte es drei Zeitstrafen für die Rodalber Marcel Groß, Timm Hubele und Mirco Pesic, es stand 17:25 (47.).

Kritik an Schiedsrichtern

Nachdem Heiligensteins Torhüter mit zwei Minuten bedacht worden war, ging’s plötzlich rund. Die TSR hatte nun einen guten Lauf und verkürzte auf 24:28. Doch Zeitstrafen für Jonas Goll (54.), David Saradeth (56.), Timm Hubele (57.) und Max Hubele (59.) brachten die Rodalber wieder total aus dem Konzept. Die Spieler waren größtenteils außer sich und bedachten die Schiedsrichter Hubert Portz-Funke und Patrick Hasenfratz mit den Worten: „Auf diese Art macht ihr den Handballsport kaputt.“

„Wir sind durch leichte Tore gut ins Spiel reingekommen. Mich ärgert nur die Phase, in der wir in der zweiten Hälfte die TSR wieder ins Spiel kommen ließen“, sagte TuS-Trainer Christoph Morio.

SO SPIELTEN SIE

TS Rodalben: Glöckner, 38.-40. Brödel - Max Hubele (4/1), Goll (1), Schäfer (7) - Haury (3), Groß (2) - Timm Hubele (4); Saradeth (1), Köllermeyer (5)

Spielfilm: 3:3 (7.), 6:7 (17.), 8:13 (23.), 13:16 (Halbzeit), 16:20 (38.), 18:25 (47.), 23:27 (53.), 27:33 (Ende) - Zeitstrafen: 9/6 - Rote Karte: Max Hubele (59., 3. Zeitstrafe) - Siebenmeter: 3/1 - 0 - Beste Spieler: Glöckner, Timm Hubele, Köllermeyer - Bouché, Hoffmann, Schulze - Zuschauer: 90 - Schiedsrichter: Portz-Funke/Hasenfratz (TSG Friesenheim).

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