Fußball
Die FV Münchweiler hat einen Stürmer, der an Thomas Müller erinnert
„Es wird meine letzte Saison in Münchweiler sein, und daher wäre es sehr schön, mal in einem Pokalendspiel zu stehen.“ Das sagt Mario Doniat, der seit seinem fünften Lebensjahr – mit einer kurzen Unterbrechung im Jugendbereich – für sein Heimatdorf Münchweiler kickt. Zunächst beim FC Münchweiler und nach dem Zusammenschluss für die Fußballvereinigung Münchweiler. Heute ist Doniat 33 Jahre alt und wohnt mit seiner Partnerin seit September im badischen Waldbronn, unweit von Karlsruhe, wo beide arbeiten.
Und doch nimmt der Stürmer der FVM die Wege nach Münchweiler in Kauf, um zumindest zu den Spielen an den Langenberg zurückzukehren. Er trainiert beim badischen Kreisligisten FVgg Weingarten mit.
Unberechenbar
Sein Trainer im südwestpfälzischen Münchweiler, Julian Kölsch, hält große Stücke auf den erfahrenen Stürmer, der im Herbst seiner Karriere seinen persönlichen Torrekord („19 waren es schon mal in einer Runde“) knacken könnte, denn nach 16 von 30 Saisonspielen in der B-Klasse Ost hat er elf Treffer zu Buche stehen. „Er ist ein wertvoller Spieler für uns, weil er schnell ist, sich im Eins-gegen-eins durchzusetzen weiß, sich wahnsinnig gut integriert und vor allem, weil er unberechenbare Laufwege macht. Er erinnert damit an die Spielweise von Ex-Nationalspieler Thomas Müller“, beschreibt Kölsch den meist auf Rechtsaußen eingesetzten „Master für Umweltplanung und Recht“.
Doniat lacht, als er die Beschreibung seines Trainers hört, gesteht allerdings, dass seine Laufwege tatsächlich in kein Schema passen. „Dabei komme ich aber auch zu Torchancen, die ich sonst wohl nicht hätte. Mein Ding ist es allerdings eher, Vorlagen zu geben statt Tore zu schießen. Aber bislang klappt das in dieser Saison ganz gut“, befindet Doniat, der weiter ausführt: „Ich will immer den Ball haben.“
Viertelfinale am Mittwoch
Am Mittwochabend (Anstoß: 19 Uhr) erwartet Doniat im Viertelfinale des Kreispokals mit seinen Mitspielern den in der B-Klasse West auf Position vier rangierenden SV Ixheim, der 31 Punkte in 15 Begegnungen sammelte. Zum Vergleich: Münchweiler hat 34 Punkte aus 16 Spielen geholt. Der Gewinner der Partie hat dann im März Heimrecht gegen das A-Klasse-Team des SV Lemberg und ist jetzt schon – wie alle anderen Kreispokal-Halbfinalisten – für die erste Verbandspokalrunde der kommenden Saison qualifiziert.