Pirmasens DFB-Pokal: SV Morlautern will in Pirmasens für eine Überraschung sorgen

Führt die Elf des SV Morlautern am Sonntag im Pirmasenser Stadion auf den Rasen: Maurice Roth, Kapitän des Lauterer Vorortclubs.
Führt die Elf des SV Morlautern am Sonntag im Pirmasenser Stadion auf den Rasen: Maurice Roth, Kapitän des Lauterer Vorortclubs.

Maurice Roth kehrt mit dem SV Morlautern zur Stätte des Triumphs zurück – im DFB-Pokal wartet Greuther Fürth. Wie leer gefegt: Ist am Sonntag gar keiner mehr daheim? Hüpfen die Bürger eines Kaiserslauterer Stadtteils allesamt erwartungsfroh in Pirmasens von einem Bein aufs andere, um dann vom Anpfiff weg ihre Fußballer zum zweiten Coup zu treiben? Tatsache ist: Über 2900 Tickets fürs DFB-Pokalspiel hat der SVM schon an Mann und Frau gebracht. Zweitligist Greuther Fürth kann kommen.

Heute vor elf Wochen hat Maurice Roth einen silbernen Pott in den Pirmasenser Himmel gereckt. Auf ewig eng verbunden mit dem Stadion Husterhöhe bleibt damit der größte Triumph in der 105-jährigen Clubhistorie der Gelb-Schwarzen: Am 25. Mai hat der Oberligist die Überraschung geschafft und mit einem 2:1-Erfolg über Regionalligist Wormatia Worms den Verbandspokal gewonnen. Und weil der Cupsieger automatisch in Runde eins des DFB-Pokalwettbewerbs einzieht, steht dem SVM am Sonntag die bislang größte sportliche Herausforderung überhaupt ins Haus. Gegner ist der Zweitligist SpVgg Greuther Fürth.

„Lieber hier als auf dem Betzenberg"

Auch diese Partie steigt im Stadion Husterhöhe. „Lieber hier als auf dem Betzenberg“, bekräftigte Morlauterns Kapitän Maurice Roth gestern in der Sommerredaktion. Wie berichtet, ist der SVM für das große Spiel nicht ins Fritz-Walter-Stadion ausgewichen, sondern hat Pirmasens den Vorzug gegeben. „Hier vor 5000 Zuschauern zu spielen ist was anderes, als wenn sich die auf dem Betzenberg verlieren. Da herrscht hier gleich eine viel bessere Stimmung“, ist Roth überzeugt. Mit Pirmasens verbinden Roth und Kameraden nur das Beste. Hier haben sie ihren Coup gefeiert, der hier angestammte FKP hat dem SVM vor knapp zwei Runden zum Saisonauftakt brav die Punkte überlassen. „Die Klub“ und die Lauterer Vorort-Kicker sind seit Rundenbeginn Rivalen in der Oberliga.

Maurice Roth in der Führungsrolle

Kopf? Herz? Beides? Auf alle Fälle Motor des Morlauterer Spiels ist Maurice Roth. Der Mittelfeldakteur ist gerade mal 23 – und schon seit vier Jahren Kapitän und Leitfigur des Teams von Karl-Heinz Halter. Der Coach, von April 2001 bis August 2002 auch mal Trainer bei „die Klub“, hat dem damals 19-Jährigen gleich die Führungsrolle anvertraut. Klar, dass sich Roth auf die bevorstehende Partie freut. Für ihn ist es ein weiterer Höhepunkt eines ereignisreichen Jahres, nicht nur in sportlicher Hinsicht: Im Juni hat der Immobilienkaufmann die Ausbildung abgeschlossen. Tags vorm Besuch in der Sommerredaktion hat er die Zulassung zum Studium erhalten. In Wiesbaden wird er Immobilienmanagement studieren. Seinem Arbeitgeber F.K. Horn bleibt er dabei aber treu. So wie auch seinem Verein: Verlockungen ist Roth bislang nicht erlegen. Klar: Warum nicht auch mal höher spielen? Das aber ist Zukunftsmusik. Nahziel: Am Sonntag für eine Überraschung sorgen.

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