Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Der Vorsprung des SC Hauenstein schmilzt

Ein Ex-Hauensteiner bereitete das Siegtor vor: Philipp Ruf (links), hier beim Zweikampf mit Tim Scherer.
Ein Ex-Hauensteiner bereitete das Siegtor vor: Philipp Ruf (links), hier beim Zweikampf mit Tim Scherer.

Ein eingewechselter Spieler hat das Landesliga-Gipfeltreffen entschieden: Der auf Rang drei liegende SV Hermersberg gewann verdient mit 1:0 bei Spitzenreiter SC Hauenstein.

Damit liegt Hauenstein nur noch drei Punkte vor Hermersberg, ein Punkt Vorsprung ist es noch auf den VfR Baumholder. Zur Erinnerung: Aus Baumholders 0:3-Niederlage kurz vor der Winterpause gegen den TSC Zweibrücken wurde ein Sieg, da Zweibrücken in der Nachspielzeit einen Spieler einwechselte, der nicht im Spielbericht stand. Allerdings hat der SCH zwei Spiele weniger als die beiden Verfolger ausgetragen.

Am Samstag erlebten die 250 Zuschauer im Stadion am Neding auf schwer bespielbarem Untergrund eine wenig ansehnliche Partie. Zweikämpfe waren Trumpf, Kombinationen kaum möglich. Die Gäste aus Hermersberg kamen besser in die Partie und erspielten sich in der zehnten Minuten ihre erste Großchance. Nach einem Konter über die starke linke Hermersberger Angriffsseite passte Johannes Mendel scharf nach innen. Dort kam Johannes Heid zum Abschluss. Doch der Ball war zu schwach geschossen. Hauensteins Innenverteidiger Bastian Skorski grätschte in letzter Sekunde dazwischen. Heid stocherte den Ball erneut in Richtung Hauensteiner Tor. Aber Keeper Julian Sander kratzte den Ball gerade noch von der Linie.

Guter Ersatzkeeper

Der A-Jugend-Torwart, der den angeschlagenen Hendrik Gräfe vertrat, machte eine gute Partie. Sander rettete in der zweiten Halbzeit noch einmal stark gegen Hermersbergs Spielertrainer Christopher Ludy, der in der 49. Minute allein vor ihm auftauchte. Am Gegentor war Sander chancenlos. „Aufgeregt war ich kaum. Mit meiner Leistung bin ich zufrieden. Vielleicht hätte ich noch etwas ruhiger am Ball sein können. Natürlich hätte ich lieber gewonnen“, sagte der 18-Jährige nach der Begegnung.

Tabellenführer Hauenstein lieferte insgesamt eine eher enttäuschende Leistung ab. In den zweiten 45 Minuten erspielte sich der Sportclub keine einzige echte Torgelegenheit. In der ersten Hälfte verpassten Abwehrspieler Moritz Schmitt (12.) und Co-Spielertrainer Christof Seibel nach schöner Vorlage von Luca Schmidt (14.) eine mögliche Führung.

„Reines Kampfspiel“

„Das war ein reines Kampfspiel auf schwer bespielbarem Platz. Wir konnten unsere schnellen Leute vorne nicht in Szene setzen. Hermersberg war einen Tick aggressiver und galliger. Deshalb ist das unter dem Strich eine verdiente Heimniederlage“, zog Hauensteins Kapitän Maximilian Seibel sein Fazit.

Der SV Hermersberg besaß in einem Spiel mit wenig Torabschlüssen die besseren Möglichkeiten. Nach 57 Minuten landete ein Kopfball von Ludy auf der Torlatte. Eine Viertelstunde vor Spielende zog der frühere Hauensteiner Philipp Ruf an Moritz Schmitt vorbei und passte nach innen. Der eingewechselte Cedric Gries lenkte den Ball zum Tor des Tages ins lange Eck. Hauensteins Schlussoffensive verpuffte, der SVH verteidigte engagiert und gut geordnet.

Ludys Freude

„Wir hätten früher in Führung gehen müssen. Wir wollten den Sieg unbedingt und haben verdient gewonnen“, sagte Hermersbergs Spielertrainer Ludy und fügte hinzu: „Natürlich hat Hauenstein noch zwei Spiele weniger. Aber jetzt sind es erst mal nur noch drei Punkte Abstand. Der gewünschte Start ist damit gelungen. Daran wollen wir am kommenden Sonntag im schweren Heimspiel gegen Meisenheim anknüpfen.“ Die Hauensteiner müssen nächsten Sonntag zu der auf Rang fünf liegenden TSG Trippstadt.

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