Pirmasens Der Titelverderber wartet

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HAUENSTEIN. Das ist heute eine hohe Hürde für den ambitionierten Oberligisten SC Hauenstein: Ab 15.30 Uhr ist im Stadion Hermann Neuberger der SV Röchling Völklingen Gastgeber der Elf von Trainer Jürgen Kohler. Zuletzt kassierte der SCH beim SVR mit 0:3 die höchste Saisonniederlage und verspielte am fünftletzten Spieltag, kurz nach der Entlassung von Trainer Sascha Hildmann, die große Titelchance.

Völklingen

belegte Platz fünf in der Tabelle der vorigen Saison und stellte hinter dem SCH das zweitbeste Heimteam. Und noch ein Blick zurück: Hauenstein hatte auswärts acht Niederlagen kassiert. Zu viele, um den Traum vom Titel zu realisieren. Indes ist Patrick Brechtel, der Co-Trainer neben Kohler, „positiv gestimmt“. Zum einen, weil er die Völklinger am Sonntag beim 0:0 in Pirmasens beobachtet hat, und weil er von der Qualität der Neuen überzeugt ist. Er nennt Nico Hillenbrand, der als Sechser im Team „den Rhythmus vorgibt“ und „mit seiner Qualität und Erfahrung auch Verantwortung übernimmt“. Oder Dominic Altmeier, der beim 3:2-Erfolg am Samstag gegen Arminia Ludwigshafen „an allen drei Toren beteiligt war und nur sich selbst nicht belohnte, als er die große Chance zum 4:2 ausließ“, so Brechtel. Überhaupt habe sich die Truppe von Kohler erst spät in der Vorbereitungsphase gefunden. Dann sei es allerdings von Woche zu Woche „besser geworden“. Der SCH muss noch auf Daniel Geiger, der sich in einem Vorbereitungsspiel das Schien- und Wadenbein gebrochen hat, und auf Alexander Zimmermann, den erfolgreichsten Torschützen aus der vorigen Saison, wegen einer Schambeinentzündung verzichten. Geiger wurde erfolgreich operiert und sah sich, an Krücken gehend, am Samstag das 3:2 seiner Mitspieler an. Brechtel: „So wie das direkt nach seiner Verletzung ausgesehen hat, ist es fast schon ein Wunder, dass er sich so gut erholt hat.“ Brechtel selbst kuriert die Folgen eines Kreuzbandrisses aus. „Ich arbeite hart in der Reha, um möglichst bald in die Mannschaft zurückzukehren. Aber es ist noch ein langer Weg“, weiß der 32-jährige, in Zeiskam wohnende Mittelfeldspieler. Bis zu seiner vollständigen Genesung assistiert er Kohler als Co-Trainer – „und es macht mir sehr viel Spaß“, äußert er sich. Nach Vorgaben seines Cheftrainers leitet er das Training selbstständig. „Die Kommunikationen zwischen dem Trainer und mir ist sehr gut“, so Brechtel. Zwar sei die Null für jeden Trainer wichtig, doch das gelte insbesondere für den einst als Innenverteidiger international so erfolgreich spielenden SCH-Trainer aus dem pfälzischen Lambrecht. So kassierte die SpVgg Wirges, die Kohler bis in die Rückrunde der vorigen Saison trainierte, nur 32 Gegentreffer, fünf mehr als Vizemeister SC Hauenstein. So gesehen waren die beiden Gegentreffer vom Sonntag schon zwei zu viel. „Völklingen wird eine harte Nuss für uns. Die verfügen mit Günter Ehrhardt über einen renommierten Trainer und haben zahlreiche namhafte Spieler in ihren Reihen“, weiß Brechtel. In der Winterpause der vorigen Saison war übrigens Andelo Szrentic von Völklingen nach Hauenstein gewechselt. (ig)

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