Pirmasens Das Auf und Ab setzt sich fort

Nach dem wechselhaften Juli-Wetter setzt sich auch im August das Auf und Ab bei den Temperaturen weiter fort. Größere Beständigkeit ist erst in der zweiten Monatshälfte in Sicht: Ein stabiles Hoch könnte uns dann eine längere freundliche und trockene Schönwetterperiode bescheren.
Zunächst ein kurzer Rückblick: Im Juli blieb die Westpfalz von größeren Unwettern verschont – trotz großer Schwüle: Der noch immer feuchte Untergrund und die daraus resultierende erhöhte Luftfeuchtigkeit in Bodennähe brachte viele Menschen bereits nach kleineren Anstrengungen ins Schwitzen. Richtig heiß war es aber mit über 30 Grad nur an drei Tagen. Trotzdem lag im Juli das Mittel der Lufttemperatur mit 19,1 Grad um 0,9 Grad über dem langjährigen Durchschnittswert. Denn an immerhin 13 Tagen kletterte das Quecksilber auf 25 Grad und mehr. Der tiefste Wert mit frischen 8,7 Grad wurde am 15. Juli gemessen, am heißesten war es an der Wetterstation Lambsborn am 20. Juli mit schweißtreibenden 33,6 Grad. Das Mittel der Luftfeuchtigkeit erreichte mit 76,7 Prozent einen leicht erhöhten Wert. Die Niederschlagsmenge lag in Lambsborn bei mageren 35,8 Litern pro Quadratmeter. Das entspricht gerade einmal 42,4 Prozent des langjährigen Monatsdurchschnitts. Damit war der Juli der erste Monat in diesem Jahr, der deutlich zu trocken ausfiel. In Martinshöhe fielen 27,6 Liter pro Quadratmeter, in Landstuhl waren es 31 Liter pro Quadratmeter und in Morlautern immerhin 60,1 Liter pro Quadratmeter. Die Sonnenscheindauer erreichte 212 Stunden. Das entspricht 91,7 Prozent des Durchschnittswerts. Der August startet mit einer Mischung aus Sonne und Wolken sowie angenehmen Tagestemperaturen zwischen 21 und 24 Grad. Nachts bewegen sich die Werte meist zwischen 12 und 15 Grad. Regengüsse treten zunächst nur vereinzelt auf. Ab Wochenmitte wandert ein Tief langsam vom Atlantik über die britischen Inseln Richtung Skandinavien und schickt uns wieder kompaktere Regen- oder Schauerwolken. Örtlich kann es auch blitzen und donnern. Dabei frischt der Südwestwind zeitweise böig auf. Dieses Tief zapft kurzzeitig wieder die schwüle Subtropikluft an, so dass die Temperaturen am Donnerstag bis nahe 30 Grad steigen können. Am Wochenende gelangt hinter einer Kaltfront wieder kühlere Luft in die Pfalz. Gleichzeitig baut sich von Südwesten ein Hochdruckgebiet auf. Bei zeitweiligem Sonnenschein erreichen die Temperaturen dann tagsüber angenehmere 22 bis 26 Grad. Die Nächte eignen sich bei Werten zwischen 12 und 15 Grad gut zum Durchlüften. In der zweiten Augustwoche wird es dann erneut hochsommerlich mit Temperaturen bis 30 Grad. Dazu verwöhnt uns häufig die Sonne. Bei zunehmender Schwüle steigt das Gewitterrisiko im Laufe der Woche allerdings an. Im Zusammenspiel einer nahenden Kaltfront können um den 11./12. August wieder lokale Unwetter mit Starkregen und Hagel auftreten. Danach scheint sich bis über die Monatsmitte wechselhafteres, aber angenehm warmes Wetter durchzusetzen. Bei Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad treten neben längeren sonnigen Phasen nur selten Regenschauer auf. Dieses Auf und Ab, wie wir es bereits vom Frühsommer kennen, scheint sich also bis über die Monatsmitte hinaus fortzusetzen. Im Laufe des zweiten Abschnitts könnte sich allerdings größere Beständigkeit einstellen, wenn sich ein stabileres Hochdruckgebiet über Europa aufbaut, das die Luft mit östlicher Strömung auf größeren Flächen abtrocknet. Dann wäre uns eine längere freundliche und trockene Schönwetterperiode gegönnt. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein könnten die Temperaturen dann mal über einen längeren Zeitraum zwischen 25 und 30 Grad pendeln. Das Schauer- und Gewitterrisiko ist in dieser Phase gering und nimmt wohl erst wieder zu, wenn im Schlussabschnitt dem Hoch die Puste ausgeht und atlantische Fronten von Westen her den Kontinent erreichen. Vor den Schlechtwettergebieten sollte sich aber nochmals heiße Luft bei uns durchsetzen, die das Quecksilber bis auf 34 Grad ansteigen lässt. Beim Durchzug der Störungen drohen örtliche Unwetter mit Starkregen, Hagel, Sturmböen sowie einem anschließenden Temperatursturz. Ruhiger und freundlicher geht es danach in den Spätsommermonat September hinein. Letztendlich wird der August voraussichtlich etwa ein bis zwei Grad zu warm ausfallen. Die Niederschlagsmenge bleibt abhängig von der Ergiebigkeit der Schauer. Die Sonnenscheindauer wird den langjährigen Mittelwert wahrscheinlich erreichen oder sogar überschreiten. Mögliche Tendenz für den Folgemonat: Der September könnte ein freundlicher und trockener Spätsommermonat werden.