Handball
Dahner Spieler treffen von außen so gut wie nichts
Acht Versuche von außen, ein Treffer: Da lag das Hauptproblem der Dahner in diesem Spiel. „Wenn wir da wenigstens die Hälfte getroffen hätten, dann hätten wir das Spiel halbwegs offen gestalten können“, meinte Trainer Michael Blank, der abermals feststellte: „Mit 23 Gegentoren kann ich gut leben, aber mit 15 eigenen Treffern kannst du keine Verbandsliga-Partie gewinnen.“
Dabei begannen die Dahner nicht schlecht, lagen zwar nach dem ersten vergebenen Abschluss – natürlich von außen – und dem folgenden Gegenangriff direkt zurück, glichen aber die jeweilige Ein-Tore-Führung der Gäste umgehend wieder aus. Erst nach dem 6:7 (15.) schafften die vorne mit ziemlich viel Druck und sehr zweikampffreudig spielenden Gäste eine Drei-Tore-Führung, die bis zum Seitenwechsel Bestand hatte.
16 torlose Minuten über den Seitenwechsel
Dabei halfen ihnen auch die beiden frühen Zeitstrafen, die sich Felix Röckel einhandelte, weil er in der Abwehr seinen Gegenspielern nur schwer folgen konnte. „Da haben wir ihn auch alleine gelassen. Dann sieht es blöd aus, wenn er am Spieler hängt und weit und breit sonst keiner da ist“, monierte Blank, der Röckel fortan von seinen Defensivaufgaben entband, ihn nur noch offensiv brachte.
Aber nach dem 10:12 (27.) schafften die Dahner bis zur 43. Minute keinen weiteren Treffer mehr. Und den auch nur, weil der eigentlich schwache Wurf von Janik Röckel noch unhaltbar abgefälscht wurde. Mit dem zwölften Treffer ließen sich die hilflosen Dahner dann Zeit bis zur 52. Minute. Da war das Spiel beim Stand von 12:21 freilich schon verloren, der Rest war Ergebniskosmetik.
TV Dahn muss sein Konzept länger durchhalten
Gästetrainer Gerald Schalter monierte das Abwehrverhalten seiner jungen Mannschaft in der ersten Hälfte: „Die zehn Gegentreffer waren da schon einen Tick zu viel, die Abwehr war löchrig.“ Aber es gab ja Torwart Loic Modzinski, der mit 17 Paraden fast doppelt so viele Bälle abwehrte wie der Dahner Philipp Trogler, der laut Blank „auch nicht seinen besten Tag erwischt“ hatte. Dennoch war er Bester seiner Sieben.
„Stolz“ war Schalter, dass sein Team dann im zweiten Durchgang das Hauptaugenmerk auf die Abwehr gelegt hatte. „Riesenkompliment, auch wenn nach vorne unser Konterspiel desolat war. Aber wir gehen Schritt für Schritt.“
Diese Schritte muss auch die kaum erfahrenere Dahner Mannschaft langsam gehen. Es reicht nicht, die vorgegebenen Konzepte nur 15, 20 Minuten durchzuhalten, wie auch Blank anmahnte. „Wir denken zu viel nach, anstatt das zu spielen, was wir können. Wenn wir mal in Rückstand geraten, kommt die Panik“, kritisierte er. Zumindest in der Abwehr hat sein Team im Lauf der Partie dazugelernt, sich später cleverer verhalten und ist so weiteren Zeitstrafen entgangen. Blank: „Im Angriff muss man aber auch sagen, dass wir in dieser Formation noch nie gespielt haben. Mit dem vollen Kader hätten wir andere Möglichkeiten, aber ich kann es nicht ändern, wenn die Leute nicht da sind.“
SO SPIELTEN SIE
TV Dahn: Trogler - Felix Röckel, Moritz Pavlitzek (3), Janik Röckel (6/3) - Eckelmann (1), Link (1) - Stahlhofen (4); Bold, Farbacher, Felix Pavlitzek
Spielfilm: 2:3 (7.), 6:6 (15.), 6:9 (18.), 10:13 (Halbzeit), 11:21 (48.), 15:23 (Ende) - Zeitstrafen: 3 - 1 - Siebenmeter: 5/3 - 5/3 - Beste Spieler: Trogler, Stahlhofen - Modzinski, Albert, Hartmann - Zuschauer: 50 - Schiedsrichter: Schwiebinger (TV Hagenbach).