Pirmasens Chancen am Arbeitsmarkt

130 von 160 Fuller-Mitarbeiter wurden betriebsbedingt gekündigt. Etwa 100 suchten bei der Arbeitsagentur Kaiserslautern-Pirmasens Hilfe. Etwa zwei Drittel der Arbeitsuchenden, vor allem aus Pirmasens, haben laut Arbeitsagentur keinen Berufsabschluss, sind angelernt. Etwa die Hälfte ist 50 Jahre und älter. Arbeitslose über 50 zählen allgemein zu den „Sorgenkindern“ der Arbeitsvermittlung: Ihr Anteil an den Arbeitslosen betrug in Pirmasens zuletzt 33,7 Prozent und im Landkreis sogar 43,7 Prozent (Westpfalz: 36,2 Prozent). Ihre Vermittlung sei noch schwierig, bestätigt Agentur-Chef Hans-Joachim Omlor. Allerdings glaubt er, dass sich die Sichtweise bei Arbeitgebern ändert: Ältere würden nun länger in Beschäftigung gehalten – „es bewegt sich etwas“. Mit Berufsausbildung stiegen zwar die Chancen, aber es gebe durchaus noch Helferstellen. Zuversichtlich stimmt Omlor die positive Entwicklung des Arbeitsmarktes: In der Westpfalz gebe es 2014 von Januar bis Juni bei Stellenangeboten ein Plus im Vorjahresvergleich. Laut Statistik liegt dieses für die Westpfalz bei 13,8 Prozent, im Landkreis Südwestpfalz sogar bei 28,9 Prozent (plus 119 Stellenangebote). In Pirmasens gingen diese aber um 6,6 Prozent (36 Angebote) zurück. Ein Grund mehr für Omlor, um für mehr Mobilität zu werben und darum, die Westpfalz als eine Region zu verstehen. (tre)