Handball
Blutauffrischung und weibliche Unterstützung beim TV Thaleischweiler
Ab 9. Januar soll der TV Thaleischweiler wieder in der Sporthalle der IGS Thaleischweiler-Fröschen trainieren können. So sei es ihm mitgeteilt worden, sagt der Handball-Abteilungsleiter des TVT, Maximilian Huber. Sein Sachstand: „Bis auf zwei bis drei Meter an den beiden Kopfseiten soll die Halle dann fürs Training nutzbar sein.“ Das sei eine große Erleichterung, denn vor allem die Jugendmannschaften könnten dann wieder vor Ort trainieren. Einschränkungen gebe es bei den erwachsenen Handballern: „Ohne Sechs- und Neunmeterkreis und ohne Tore ist es schwierig. Wir werden aber versuchen, jeweils eine Einheit in die IGS-Halle zurückzuverlegen. Derzeit seien Männer und Frauen noch voll auf Trainingszeiten in Waldfischbach und Contwig angewiesen, von denen der TVT sicher aber auch im neuen Jahr noch welche benötigen werde.
Ein Motivationsschub
Am Dienstag habe er die Wünsche für die Trainingszeiten seiner Mannschaften in der provisorisch nutzbar gemachten IGS-Halle bei der Verwaltung eingereicht. Auch wenn die Halle für den Spielbetrieb, der für die Rückserie komplett in Contwig stattfinden soll, kein Thema sei, „die kurzen Wege zum Training bringen uns einiges an Motivation“, ist sich der selbst im Männerteam aktive Huber sicher. Er hofft, dass die Halle dann, so wie von Landrätin Susanne Ganster angekündigt, in der Handballpause komplett saniert werde und zur neuen Saison wieder voll nutzbar sei.
Rein sportlich läuft es rund für den amtierenden Verbandsliga-Meister, der nicht aufsteigen wollte und deshalb in die unterste Klasse eingruppiert wurde. Alle Partien in der Bezirksklasse wurden klar gewonnen. „Das schwerste Spiel hatten wir zuletzt gegen den TV Offenbach IV“, sagt Huber zum 31:20. „Man sollte keinen unterschätzen. Aber wir sind Verbandsliga-Meister, und ich glaube nicht, dass unser erster Platz noch einmal von einer Mannschaft in Gefahr gebracht werden kann.“
Wie es weitergeht, ist unklar
Und danach? Zuerst hieß es vom Verband, dass der TVT als Meister im Zuge der Fusion der Landesverbände Pfalz und Rheinhessen nicht aufsteigen könne. Dann machte der Präsident des Pfälzer Handball-Verbands einen halben Rückzieher. Huber sagt dazu: „Man weiß einfach gar nichts – nicht, ob es unsere Spielklasse noch geben wird und auch nicht, ob es Aufsteiger geben kann, nichts über Ab- oder Neuanmeldungen von Mannschaften.“ Daher ist seine Devise: „Wir schauen einfach auf uns, spielen die Saison zu Ende und sehen dann, was kommt. Dazu nutzen wir die Spiele, um unsere neuen Spieler noch besser zu integrieren.“
Gemeint sind damit Lucas Reichert, Kevin Moritz, Tillmann Staehler und Noah Weis, die den Kader des TVT im Rundenverlauf schon erweitert haben. „Damit hatten wir im Sommer echt nicht gerechnet. Sie waren ja alle schon mal bei uns in der Jugend. Einer ist aus beruflichen Gründen wieder in die Region gezogen, die zwei anderen waren unerwartet da und brachten dann noch einen mit“, freut sich Huber über die Blutauffrischung.
Damit nicht genug: Mit Björn Stoll, dem Trainer der Hauensteiner Oberliga-Handballerinnen, spielte auch ein weiterer alter Recke, der die TVT-Männer auch schon trainiert hatte, gegen Dansenberg III mit und warf sogar ein Tor. Er sieht sich aber nur als spontane Aushilfe im Rückraum, wenn mal große Not herrsche - und es bei ihm zeitlich passe, wie in jenem Spiel im Anschluss an das der TVT-D-Jugend, die Stoll ebenfalls coacht.
Gegen Landau/Land III und Offenbach IV war die Bank des TVT voll besetzt. Und auf dieser unterstützen seit dieser Runde mit Maike Fremgen und Emily Entenmann unregelmäßig auch noch Spielerinnen des TVT-Verbandsligateams Spielertrainer Dominik Schweizer bei seinen Aufgaben neben dem Feld. So wurde aus dem im Sommer noch prognostizierten Aus des Handballs beim TVT nach dem Abstieg bislang eine Erfolgsgeschichte.
Zur Sache: Björn Stoll wechselt zur SG Zweibrücken
Björn Stoll beendet nach der laufenden Saison sein Engagement als Trainer des Frauen-Handball-Oberligisten TV Hauenstein und übernimmt die A-Junioren der SG Zweibrücken bereits in der Bundesliga-Qualifikation. D-Jugend-Trainer beim TV Thaleischweiler will er bleiben, wenn beides zeitlich funktioniert.
DIE WOCHENENDSPIELE
Männer-Verbandsliga: TS Rodalben - TB Assenheim (Samstag, 18 Uhr)
Männer-Bezirksoberliga: HSG Landau/Land II - TV Dahn (Samstag, 20 Uhr, Löwensteinhalle Albersweiler)
Frauen-Verbandsliga: TS Rodalben - FSG Assenheim/Dannstadt/Iggelheim (Samstag, 20 Uhr), FSG Assenheim/Dannstadt/Iggelheim - TV Thaleischweiler (Sonntag, 18 Uhr, Kurpfalzhalle Dannstadt)
Frauen-Bezirksoberliga: TuS Heiligenstein II - TS Rodalben II (Sonntag, 12.30 Uhr, Rhein-Pfalz-Halle Römerberg)
Frauen-Bezirksliga: HSG Trifels II - TV Dahn (Sonntag, 12.15 Uhr, Realschule plus Annweiler).