Pirmasens Bitzers Pech läutet Klatsche ein

«SPEYER.» Das Verbandsliga-Schlusslicht SV Herschberg ist gestern beim Tabellenvierten FC Speyer mit 0:14 (0:3) gewaltig unter die Räder gekommen. Auch, weil sich Torhüter Mirko Bitzer bereits nach drei Minuten verletzte und von Feldspieler Philipp Nidezki ersetzt werden musste.
„Wir haben zwar tapfer gekämpft, waren gegen das starke Speyerer Team aber machtlos. Dass unser Torhüter Mirko Bitzer so früh verletzt raus musste, hat die Sache nicht einfacher gemacht. Nun müssen wir eben die Saison bis zum Ende durchziehen. Die personelle Situation wird jetzt immer schwieriger“, sagte SVH-Kapitän Felix Lapot nach dem Schlusspfiff. Die Gastgeber begannen angriffslustig und schnürten die Herschberger in deren Hälfte ein. Das Unheil nahm in der dritten Minute seinen Lauf, als Torhüter Mirko Bitzer bei einer harmlosen Rückgabe umknickte. „Das war kein guter Tag für mich. Wahrscheinlich ein Bänderriss“, meinte der Unglücksrabe. Philipp Nidezki, einziger Ersatzmann und eigentlich Feldspieler, ersetzte Bitzer. „Ihn trifft keine Schuld an den Toren. Er hat seine Sache gut gemacht“, sagte Trainer Peter Rinner. Gut 20 Minuten hielt die SVH-Defensive den Angriffen der Gastgeber stand. Dann war sie bei einer Flanke Vinciguerras machtlos, die Berisha per Kopf zur 1:0-Führung verwandelte (24.). Burnikel (26.) und erneut Berisha (44.) stellte den 3:0-Halbzeitstand her. Mit fünf Toren binnen zehn Minuten nach der Pause erhöhten die Gastgeber auf 8:0. Die erste Torchance für Herschberg bot sich Dennis Pannen. Seinen Schuss kratzte ein Abwehrspieler von der Linie. Zwei weitere Chancen Pannens vereitelte Speyers Torhüter. Wie sich der SVH wehrte, verdient Anerkennung. Trotz der höchsten Saison-Niederlage feuerten die mitgereisten 20 Fans ihre Elf an, spendeten dem Eigentorschützen zum 0:12, Christoph Metzger, Trost. Beim 0:10 stellte Speyers Stadionsprecher „aus Respekt vor der fairen und mutigen Elf des SV Herschberg“ die Toransagen ein. Es sei klar gewesen, das man nicht konkurrenzfähig angereist sei, meinte Rinner: „Wir wollten es Speyer so schwer wie möglich machen, was uns allerdings nur in der ersten Hälfte einigermaßen gelungen ist. Meine Spieler sind mit dieser Situation überfordert. Nun gilt es vorrangig, sie bei Laune zu halten und die Runde anständig zu Ende zu spielen.“ SO SPIELTEN SIE SV Herschberg: Bitzer (14. Nidezki) - Becker, Steinbach, Strütt, Metzger - Hassan, Lapot, Hampel, Özkaya - Ezz Eddin, Pannen.