Pirmasens
Besucher und Beschicker sind begeistert von deutsch-französischem Wochenmarkt in Pirmasens
Tausende Besucher strömten am Samstag zum deutsch-französischen Wochenmarkt auf dem Exerzierplatz, der zum zweiten Mal in diesem Jahr mit französischen Produkten und Pfälzer Spezialitäten aufwartete. Anders als im Mai, als es geregnet und geschneit hatte, zeigte sich der letzte heiße Sommertag an diesem Wochenende mit viel Sonnenschein und blauem Himmel, was nicht zuletzt die Kauflaune der Besucher beflügelte.
Eine wohlige Prise von Savoir-vivre weht über den Exerzierplatz. Pirmasenser machen es sich mit ihren Freunden und Bekannten auf den zahlreichen Sitzgelegenheiten gemütlich, genießen ein Glas Secco, lassen sich frische Antipasti schmecken und genießen den Mittag im Herzen der Stadt. Knapp 20 Händler aus dem grenzüberschreitenden Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen bieten, zusätzlich zu den Stammbeschickern des Wochenmarktes, ihre selbstproduzierten Waren an.
Michael Schäfer vom gleichnamigen Weingut aus Göcklingen schenkt halbtrockenen Riesling zum Probieren aus. Mit seiner Kundschaft scherzt und lacht er. „Ich bin einer der Stammbeschicker des Marktes und generell sehr zufrieden. Aber beim deutsch-französischen Wochenmarkt mitzumachen, ist jedes Mal eine ganz besondere Freude. Heute passt alles. Die Kunden sind nett und das Wetter ist herrlich“, sagt er, während er die besonders guten Jahrgänge von 2018 verkostet.
Vor seinem Stand steht das Pirmasenser Ehepaar Irmgard und Achim Bangert. Beide haben zahlreiche Tragetaschen dabei, prall gefüllt mit den Angeboten des Wochenmarktes. „Wir sind richtige Markt-Fans und jeden Samstag hier, wo wir unseren Essensplan für das jeweilige Wochenende gestalten“, erzählt Irmgard Bangert. Zum deutsch-französischen Wochenmarkt bringen die Pirmasenser regelmäßig gute Freunde aus Landstuhl mit. „Dass wir so etwas hier bei uns haben, ist schon etwas ganz Besonderes, das Flair hier ist schon fantastisch“, pflichtet Achim Bangert seiner Frau bei.
Ein Verkäufer hat Angst, dass seine Forellen nicht ausreichen
Wenige Meter entfernt steht Willi Vogel mit seiner Forellenräucherei aus Hinterweidenthal. Er ist guter Dinge und hat ein strahlendes Lächeln im Gesicht. „Der Markt heute entschädigt für den im Mai, als es kurzzeitig geschneit hat. Heute passt alles, ich bin rundum zufrieden und hoffe bei dem Ansturm, dass alle meine Forellen ausreichen“, erzählt er. Doch eines fehlt dem Hinterweidenthaler: „Ich fände es spitze, wenn es passend zu dem tollen Ambiente noch etwas Rahmenprogramm geben würde. Etwas Musik zum Beispiel, während die Leute hier über den Exe flanieren“.
Mit Käse und Antipasti bewaffnet hat sich wiederum Bettina Höh aus Clausen, die ihre Einkäufe schnell im Auto verstauen möchte, bevor sie sich auf den Weg zu einem Bummel durch die Fußgängerzone macht. „Wenn der deutsch-französische Wochenmarkt stattfindet, komme ich immer in die Stadt. Die Angebote finde ich richtig toll und die Atmosphäre gefällt mir sehr gut und gerne gehe ich danach noch in die Stadt, um mich dort ein bisschen umzusehen. Ich denke, an einem Tag wie heute, hat wirklich niemand etwas zu meckern“, so Höh.
Frische Früchte und selbstgemachte Marmelade hatte am Samstag der Franzose August Frumholtz im Gepäck. „Hier auf dem deutsch-französischen Wochenmarkt bin ich wegen meiner selbstgemachten Latwerge eine kleine Berühmtheit. Ich habe viele Stammkunden, die sich schon auf meinen Besuch in Pirmasens freuen“, zeigt sich Frumholtz begeistert, der den Wochenmarkt schon lange begleitet. Die Atmosphäre sei „wunderschön“, so der Franzose aus Ormersviller.
Ein französischer Verkäufer sagt, in Pirmasens mache er stets guten Umsatz
Sein Landsmann, Philippe Wendel aus Struth, pflichtet ihm bei. Auch er sei rundum zufrieden. Wendel hat in Frankreich einen Ziegenhof, auf dem er seine Tiere mit viel Liebe pflegt und auch seinen handgeschöpften Ziegenkäse herstellt, den er regelmäßig auf Märkten in der Grenzregion anbietet. Für den Markt in Pirmasens lässt er gerne einen Markt in Straßburg an diesem Wochenende sausen. „Die Pirmasenser sind insgesamt sehr nette Leute. Auf sie kann ich mich verlassen. Sie lieben meine Rohmilchprodukte und ich mache stets guten Umsatz“, berichtet Wendel.