Pirmasens Bernhard: Wir wollen nichts geschenkt

WESELBERG. Auf Platz zwei in der Fußball-A-Klasse Pirmasens/Zweibrücken überwintern: Das ist das Ziel des SC Weselberg. Dazu benötigt das Team von Trainer Karsten Bernhard einen Sieg am Sonntag (Anstoß: 14.30 Uhr) im Wiederholungsspiel beim SV Ixheim.
Im ersten Versuch am 25. Oktober war die Partie nach rund einer halben Stunde wegen der schweren Verletzung eines Ixheimer Spielers abgebrochen worden. Bernhard ging zwar zuerst davon aus, dass die Begegnung zugunsten seiner Mannschaft gewertet werden würde, doch dann habe sein Verein „die Entscheidung, die Partie zu wiederholen, gleich akzeptiert“. Bernhard weiter: „Wir wollen nichts geschenkt.“ Jeder in Reihen des SCW wünsche dem verletzten Spieler „alles Gute“. Bernhard zeigt sich mit dem bisher Erreichten sehr zufrieden, „schließlich sind wir ja Aufsteiger“. Mit 33 Punkten aus 17 Spielen (zehn Siege, drei Remis, vier Niederlagen) liegt der amtierende Kreispokalsieger auf Position fünf und hat noch alle Chancen, sich die Vizemeisterschaft und damit die Teilnahme an der Bezirksliga-Aufstiegsrunde zu erkämpfen. Der aktuelle Tabellenzweite, der MTV Pirmasens, hat nur einen Punkt mehr und trug schon 18 Spiele aus. Ixheim, Sechster mit 32 Zählern aus erst 16 Partien, sei ein „schwerer Brocken“, weiß Bernhard. Mit rundenübergreifend nur zwei Niederlagen seit Beginn der Saison 2014/15 gehört der SVI zu den erfolgreichsten Teams im Fußballkreis. Auch in der Fairplay-Wertung liegt Ixheim hinter dem seit Jahren äußerst fair zu Werke gehenden FC Fischbach auf Platz zwei. „Die Ixheimer verfügen über gute Einzelspieler“, sagt Bernhard. Mittlerweile hat sich beim SC Weselberg Führungsspieler und Torwart Steffen May wieder als Elfmeterschütze etabliert. Bernhard: „Ich bin froh, wenn einer wie er Verantwortung übernimmt.“ Der ob seiner Kopfballstärke gefürchtete SCW-Verteidiger Marco Kessler hat nach seiner Verletzungspause erste Schritte zurück ins Team gemacht und zuletzt in der zweiten Mannschaft ausgeholfen. Ein Einsatz von Kessler in Ixheim sei, so Bernhard, allerdings „unwahrscheinlich“. (ig)