Pirmasens Beratung: Arbeitslose sollen sich Stärken und Problemen stellen
Alle Pirmasenser haben dieser Tage ein Flugblatt von Sefrin im Briefkasten gefunden, das über Maßnahmen nach der Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung (AZAV) informiert. Hinter dem sperrigen Namen verbergen sich sieben Programme, die von der Arbeitsagentur bezahlt werden und für Menschen gedacht sind, die eine neue Arbeit suchen.
Die Mitarbeiter von Sefrin und Partner machen im Prinzip nichts anderes, als Arbeitslosen bei Bewerbungen zu helfen und dabei, sich überhaupt mal neu zu orientieren. Eine Arbeit, die eigentlich Mitarbeiter der Arbeitsagentur erledigen sollten. „Die haben pro Arbeitslosem oft weniger als 70 Minuten Zeit. Das reicht nicht für eine gescheite Analyse und Coaching“, erzählt Stefan Sefrin. Die Arbeitsagentur bezahle deshalb Gutscheine für AZAV, und mit denen können Betroffene bei Betrieben wie Sefrin und Partner vorbeischauen, wo sich die Mitarbeiter viel Zeit nähmen.
„Wir gehen richtig in die Biografie rein“, erzählt Sefrin. Je nach Fall werde eines von sieben Modulen angeboten, mit denen Sefrin und Partner eine hohe Erfolgsquote erzielen. 90 Prozent aller AZAV-Teilnehmer seien bisher in einen festen Job gekommen, versichert Karl Geistlich, der bei der Firma in dem Bereich tätig ist. Die Arbeitsagentur bilde nur den Rahmen.
Pflegefall in der Familie kann Vermittlung erschweren
Die Beratungsfirma will mit den Betroffenen neue Perspektiven entwickelt und die Bewerber bei der Ausarbeitung ihrer Unterlagen begleiten. Es gebe immer noch Menschen, die keinen eigenen Computer hätten, schildert Geistlich. Viele Bewerbungen seien inzwischen aber nur noch online möglich. Hier könnten Bewerber erste Schritte im Umgang mit dem Computer lernen, ihre Bewerbung fertigstellen und würden auch auf Vorstellungsgespräche vorbereitet. „Ganzheitliche Betreuung“ nennt sich eines der Module für Arbeitsförderung. Andere bräuchten eher Unterstützung beim Lernen, und viele wüssten nicht, wie sie Familie und Beruf unter einen Hut bekommen. Ein Pflegefall in der Familie kann schnell zum Vermittlungshemmnis werden, weiß Sefrin. Hier würden Strategien entwickelt, wie Arbeiten und Pflege zusammenpassen.
Aktuell gebe es so viele Fördermöglichkeiten wie nie, schwärmt Sefrin. Das wirke auf einen Arbeitslosen mitunter abschreckend und könne im Modul „Orientierung und Perspektive“ geklärt werden. „Wir können natürlich nicht zaubern“, warnt Sefrin vor zu großen Erwartungen. Wer jedoch eines der sieben Module absolviert habe, könne schon mal von besseren Voraussetzungen ausgehen als andere, die als Einzelkämpfer unterwegs sind.
140 Arbeitslose pro Jahr betreut
Die Module gehen über 80 bis 160 Unterrichtseinheiten: Es geht um Orientierung und die Erstellung von Bewerbungsunterlagen, die Entwicklung von beruflichen Perspektiven und die Erschließung persönlicher Potenziale. Mit den Beratern werden blockierende private Probleme besprochen und Unterlagen beantragt. Dazu gibt es Strategien für die Weiterbildung. Bezahlt werde alles über den Gutschein der Arbeitsagentur. Selbst bei der Beantragung der Gutscheine können die Berater helfen, wenn der Betreffende schon arbeitslos gemeldet ist.
Rund 140 arbeitslose Menschen betreut die Unternehmensberatung pro Jahr. Seit 2012 arbeite Sefrin und Partner in diesem Bereich. Zusätzlich werden pro Jahr rund 80 Existenzgründer betreut. So mancher Arbeitslose werde auf direktem Weg in eine neue Arbeit gebracht. „Wir haben viele Kontakte in die Unternehmen rein und wissen, was die brauchen“, erzählt Geistlich. Manchmal münde eine Beratung direkt in die Empfehlung für ein bestimmtes Unternehmen. „Mach Dich beschäftigt“ lautet die Aufforderung der Infokampagne von Sefrin und Partner, die das Unternehmen nicht nur in Pirmasens, sondern auch in Kusel und Kaiserslautern anbietet.
Kontakt
Per E-Mail an info@sefrin-partner.de oder telefonisch unter 06331 725040.
