Motorsport
Beim AvD Pirmasens das Fahren gelernt: Max Reis wechselt in die Formel 4
Das große Motorsport-Talent von Max Reis war schon zu erkennen, als er im Wasgau-Logistikcenter in Pirmasens-Winzeln trainierte. Erfolge stellten sich schnell ein. Er wurde 2016 in Bad Bergzabern Südwestdeutscher Meister der K1 (bis neun Jahre), dann triumphierte er auch bei der DM im thüringischen Pößneck, wo er nach vier Wertungsläufen an zwei Tagen 23 Konkurrenten hinter sich. Die Stadt Pirmasens würdigte dies damals mit der Sportehrenplakette in Silber.
In Timo Bernhards Team
Der Ramsteiner blieb im Kart erfolgreich, wurde 2018 erneut Deutscher Meister und startete bei der Rotax-Weltmeisterschaft in Brasilien. 2020 wechselte er in die OK-Junior-Klasse, wo das Kart 30 statt der bisherigen 15 PS hatte, die Reifen deutlich weicher waren und Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern gefahren werden. Der Westpfälzer, nun Mitglied im Junior-Team 75 Bernhard, wurde nach acht Rennen als „Rookie“ Gesamtneunter im ADAC-Kart-Masters. Chef des Junior-Teams ist der in Bruchmühlbach-Miesau lebende Ex-Langstreckenweltmeister Timo Bernhard.
Erste Tests in Frankreich
Nun wartet mit dem Wechsel in den Formelsport die nächste große Herausforderung auf Max Reis, der Lewis Hamilton und Sebastian Vettel als seine Vorbilder benennt. Sein künftiger Arbeitsplatz hat es in sich: Der 1.4-Liter-Turbomotor verfügt über eine Leistung von 160 PS und beschleunigt bei einem Gewicht von nur etwa 555 Kilogramm einschließlich Fahrer auf Geschwindigkeiten von bis zu 240 Stundenkilometern.
Mitte März konnte sich der Achtklässler des Ramsteiner Reichswald-Gymnasiums, dessen Vater Ralph unermüdlich auf der Suche nach Sponsoren ist, bei den ersten Testfahrten in Frankreich bereits einen Eindruck von den künftigen Anforderungen machen. „Natürlich ist es ein großer Unterschied zum Kartfahren, und ich muss noch viel lernen. Insbesondere das richtige Bremsen ist sehr anspruchsvoll und letztlich entscheidend. Aber die ersten Testfahrten liefen super, und ich bin auf Anhieb sehr gut zurechtgekommen“, sagt Max Reis.
Noch ein Jahr gedulden
Da er im Januar „erst“ seinen 14. Geburtstag feierte und die Teilnahme an Formel-Rennserien prinzipiell erst ab einem Alter von 15 Jahren möglich ist, wird Max Reis die Saison 2021 nutzen, um möglichst viele Tests zu absolvieren und sich optimal auf das Jahr 2022 vorzubereiten. Dann startet er durch ...