Pirmasens Bei Standards anfällig

Saarbrücken. Weil sie die gegnerischen Standards nicht verteidigen konnte, musste sich die junge zweite Mannschaft des FK Pirmasens am Samstag in der Fußball-Oberliga bei Saar 05 Saarbrücken mit 1:3 (0:0) geschlagen geben – RHEINPFALZ am SONNTAG berichtete.
In der ersten Minute der zweiten Halbzeit nahm das Unheil für die Pirmasenser seinen Lauf. Die FKP-Abwehr konnte einen der weiten Einwürfe von Saarbrückens Kapitän David Seiberts nicht richtig klären, Julian Flammann brachte den Ball per Kopf wieder vors Tor, und dort vollendete der freistehende Athanasios Noutsos mit einem sehenswerten Scherenschlag. Auch die anderen beiden Gegentreffer resultierten aus Standardsituationen, die offensichtlich sehr gut einstudiert waren. Ex-FKP-Spieler Alexander Schmieden traf nach verlängerter Ecke von Noutsos (60.), und Seibert per Kopf nach Freistoß von Noutsos (77.). „Alles war besprochen. Die Zuteilung bei den Standards ebenfalls. Wenn man dann einfachste Dinge falsch macht und so lächerliche Gegentore bekommt, darf man sich nicht beschweren“, ärgerte sich der Kapitän des FKP II, Jannik Nagel, nach der Partie. Der noch für die A-Junioren spielberechtigte Innenverteidiger Lorenzo Valentini sagte: „Eine Standardsituation kann man immer verteidigen. Das ist Willens- und Kopfsache. Das hat uns schon gegen Hauenstein die Punkte gekostet.“ Trainer Patrick Fischer hieb in die gleiche Kerbe. „Bis auf ein Eigentor gegen Karbach haben wir alle Gegentore nach der Winterpause durch Standards kassiert. Da ist die Mannschaft teilweise noch zu unerfahren“, sagte Fischer, der von einem „hoch verdienten Sieg“ für Saar 05 sprach. Saarbrücken reichten diese guten Standards für drei Punkte. Zudem waren die Gastgeber körperlich einfach präsenter und entschieden die Mehrheit der Zweikämpfe für sich. Über das erste Oberligator seiner Karriere konnte sich der junge Valentini nicht so wirklich freuen. „Es war wohl das falsche Spiel für das erste Tor. Der Frust über das verlorene Spiel überwiegt“, sagte Valentini. Nach einer Ecke von Selim Avci und anschließend abgeblocktem Schuss von Dennis Krob hatte Valentini am schnellsten reagiert und den Ball aus kurzer Distanz zum 1:2 (73.) in die Maschen gedonnert. Drei Minuten später hätte der Schlaks fast für den Ausgleich gesorgt. Doch seinem Kopfball fehlte der letzte Druck. Eine Minute danach fiel das Tor auf der Gegenseite ... Dabei war der FKP fulminant in die Partie auf dem Kieselhumes-Kunstrasen gestartet. In der ersten Spielminute scheiterte erst Christopher Ludy mit einem Schrägschuss an Saarbrückens Keeper Marc Birkenbach, dann setzte Kevin Rose den Abpraller aus kurzer Distanz übers Tor. Für Birkenbach war kurz darauf Schluss. Der Keeper verletzte sich ohne Fremdeinwirkung und wurde minutenlang behandelt. In der zwölften Spielminute musste er dann für Ersatzmann Niklas Adam das Feld räumen. „Ich hatte fast den Eindruck, dass uns die Unterbrechung mehr geschadet hat. Danach war ein Bruch in unserem Spiel“, sagte FKP Trainer Fischer.