Pirmasens RHEINPFALZ Plus Artikel BBS jetzt offiziell Netzwerkschule der TU Kaiserslautern

Jannick Rinner und die MINT-Beauftragte Nadine Penner haben die Bewerbung der BBS Pirmasens als TU-Net-Schule Mint inittiert. We
Jannick Rinner und die MINT-Beauftragte Nadine Penner haben die Bewerbung der BBS Pirmasens als TU-Net-Schule Mint inittiert. Welche Vorteile diese enge Kooperation mit der Technischen Universität Kaiserslautern der BBS bringt, die die einzige TU-Net-Schule in Pirmasens ist, werden sie und Schulleiter Jörg Altpeter sowie der stellvertretende Schulleiter Markus Kiefer (von links) Interessierten unter anderem Freitag beim Info-Tag für das Wirtschafts- und das technische Gymnasium erläutern.

Mit dem Angebot Abitur plus wirbt die Berufsbildende Schule (BBS) um angehende Oberstufenschüler. Das Plus steht für Schwerpunkte in Technik oder Wirtschaft, für die 11. Klasse als Orientierungsstufe oder für einen Sport-Leistungskurs im Rahmen eines Modellprojektes. Jetzt kommt ein weiteres Plus dazu: Die BBS ist Netzwerkschule der TU Kaiserslautern.

In der Stadt Pirmasens ist die BBS die einzige TU-Net-Schule. Im Landkreis Südwestpfalz gehören die Gesamtschulen in Thaleischweiler-Fröschen und Contwig dem Netzwerk an. Landesweit sind es gerade einmal 18 Schulen. Als TU-Netzwerkschule darf sich bezeichnen, wer mit der TU in den Bereichen lehramtsbezogene Forschung, Lehre und Fortbildung kooperiert. Der Fokus liegt auf den Mint-Fächern. Mint steht für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. „Das eröffnet uns ganz neue Möglichkeiten. Wir sind dafür als BBS mit unseren vielfältigen Angeboten, die auf allen Ebenen traditionell einen starken Bezug zur Technik, zur Informatik hat, perfekt geeignet“, sagt Schulleiter Jörg Altpeter zur TU-Net-Aufnahme. Altpeters Stellvertreter Markus Kiefer hat Mitte Januar den Vertrag unterzeichnet.

Seit sechs Jahren ist die BBS Mint-freundliche Schule. Seither ist Nadine Penner, die an der BBS BWL und Informatik unterrichtet, MINT-Beauftragte. Aus Überzeugung. Diesen Bereich zu stärken, ist ihr, ist der Schule wichtig, „Weil wir gute Leute brauchen und dieser Bereich jungen Menschen gute Berufschancen bietet“, sind sich Kiefer und Altpeter einig. Als Mint-freundliche Schule wurden Projekte in Zusammenarbeit mit Hochschulen, Unternehmen initiiert. Es wurde Schülern der BBS ermöglicht, parallel zum Abitur bereits erste Scheine im Grundstudium an der TU zu erwerben. Der Girls Day, der Mädchen und jungen Frauen die beruflichen Möglichkeiten zeigen und den Spaß an technischen und naturwissenschaftlichen Berufen vermitteln soll, „ist mir schon immer ein ganz wichtiges Anliegen“, sagt Penner.

Nachlassende Fähigkeiten und Interessen

Den gesellschaftlichen Trend, dass die Fähigkeiten in den Mint-Bereichen nachlassen, einhergehend mit nachlassendem Interesse, bedauert Altpeter. Gerade weil Technik den Alltag aller Menschen bestimmt, diese Technik ganz selbstverständlich nutzen. Begeisterung dafür zu wecken, was hinter all diesen Anwendungen steht, ist ein Mint-typisches Anliegen. Zum Beispiel erklären, wieso sich in einem intelligenten Haus bei starker Sonneneinstrahlung Rolläden automatisch schließen.

Jannick Rinner, Lehrer für Sport und Religion an der BBS, verdeutlicht, dass diese Kooperation alle Bereiche umfasst. Gemeinsam mit Penner hat Rinner die Bewerbung als TU-Net-Schule forciert. Im Sportbereich der BBS, die garantiert immer einen Sportleistungskurs anbietet, gibt es Projekte, bei denen mit der TU kooperiert wird. Zum Beispiel wenn es um optimale Bewegungsabläufe geht. „Das können wir jetzt vertiefen“, freut sich Rinner auf die spannende Zusammenarbeit.

Vom Berufsvorbereitungsjahr über die Berufsfachschule oder das Berufliche Gymnasium könne die BBS als TU-Net-Schule profitieren. 250 der 1500 BBS-Schüler besuchen im Schnitt das Gymnasium. Die TU hat bewusst Berufsbildende Schulen als Kooperationspartner gesucht. Um dem steigenden Bedarf an Lehrkräften in diesem Bereich und dem Mangel an Auszubildenden etwas entgegenzusetzen. Durch die Kooperation mit der TU „eröffnen sich unseren Schülern Kontakte zu Unternehmen und Unternehmen bekommen direkt Kontakt zu unseren Schülern“, sagt Altpeter. Die Schule als Marktplatz, „wird eine immer wichtigere Aufgabe“, unterstreicht der Schulleiter.

Was die konkrete Umsetzung des künftigen Netzwerkens anbelangt, wird der Austausch zwischen Studierenden der TU, die zum Beispiel an der BBS neue Ausbildungsmodule erproben können, ebenso forciert, wird die Fortbildung der 87 Lehrer an der BBS, an der TU. Gezielte Nachhilfe für BBS-Schüler durch Studierende, „ist ein Pluspunkt für unsere Schüler“, sagt Rinner. Labore der TU können genutzt werden, die BBS-Schüler können die TU frühzeitig genauer kennenlernen.

Info

Am Freitag, 4. Februar, von 15 bis 17 Uhr ist Info-Nachmittag für das Wirtschafts- und das Technische Gymnasium. Dann informiert die BBS über alle Möglichkeiten am Gymnasium. Anmeldungen für das Gymnasium sind an diesem Tag möglich.

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