Kolumne
„Bauch-an-Bauch-Urteil“ gefällt Ludwigswinkel nicht
Bauch an Bauch: Strafe für Ludwigswinkel
Das „Bauch-an-Bauch-Urteil“ ist raus: Das am 28. April nach nur einer halben Stunde Spielzeit beim Stand von 0:0 abgebrochene C-Klasse-Fußballspiel der Sportvereinigung Ludwigswinkel gegen den TuS Rumbach wird mit drei Punkten für Rumbach gewertet. Die Gebietsspruchkammer belegte zudem Ludwigswinkel mit einer Geldstrafe. Über deren Höhe sagte Thorsten Lelle, der mit dem Urteil unzufriedene Ludwigswinkler Vorsitzende, nur so viel: „Es war eine Strafe nach dem Regelwerk des DFB.“
Was war passiert? Als sich der Ludwigswinkler Lars Schäfer auf den Weg machte, das 1:0 zu erzielen, wurde er vom letzten Mann der Rumbacher gefoult. Ludwigswinkels Trainer Jens Keller forderte daraufhin einen als Rettungssanitäter tätigen Zuschauer auf, auf den Platz zu kommen, weil sich Schäfer seinem Eindruck nach schwerer verletzt zu haben schien. Schäfers Vater schloss sich dem Sanitäter an. Schiedsrichter Wolfgang Weidemann stellte sich ihnen in den Weg. Er wollte die beiden nicht auf dem Platz haben. Dabei kam es zu der Kollision des Schiris mit Schäfer senior: „Bauch an Bauch“, wie Keller eindrucksvoll schilderte. Der Schiedsrichter verlor das Gleichgewicht und landete auf dem Rasen. Dann folgte nur noch ein das Spiel abbrechender Pfiff.
SG Thaleischweiler: Absturz und schwierige Spielersuche
„Es tut schon sehr weh.“ Dies sagte Philipp Holmes, der Vorsitzende und Torhüter der SG Thaleischweiler, zum seit Sonntag feststehenden Abstieg seiner Mannschaft aus der B-Klasse. Schließlich sei es „30 oder 40 Jahre her“, dass die erste Mannschaft der SGT mal in der C-Klasse kickte.
Doch dürfe der bis 2022 noch der A-Klasse angehörende Ex-Bezirksligist nicht lange dem Abstieg hinterher trauern, sondern müsse „den Blick nach vorne richten“. Bereits in knapp drei Wochen bestreitet der Absteiger bei seinem Sportfest das erste Spiel der Vorbereitung auf die neue Saison. Dass diese nicht einfach werde, liege daran, dass der Rücktritt von Luca Wick, der die SGT in der kommenden Saison trainieren und mit vier weiteren Fußballern qualitativ nach vorne bringen sollte, „keine gute Werbung für den Verein“ gewesen sei. Die Spielersuche gestalte sich schwierig.
TV/SC Hauenstein II: Abstieg mit positivem Torverhältnis
Durch den Nichtaufstieg des SV Lemberg in die Bezirksliga ist auch der TV/SC Hauenstein II abgestiegen – und zwar aus der A- in die B-Klasse. „Ich wurde sehr oft gefragt, wie es so weit kommen konnte“, erzählt dessen Spielertrainer Thorsten Riggers. Doch wann habe es das schon mal gegeben, dass eine Mannschaft mit 38 Punkten und einem positiven Torverhältnis (71:68) absteigen muss, stellt er eine rhetorische Frage. Sein Team habe aber auch einige Punkte leichtfertig abgegeben. Riggers erinnert an die Partien in Stambach und Erfweiler. Diesen Fehler werde Hauenstein kein zweites Mal machen. Riggers: „Wir müssen den Abstieg annehmen.“