FUSSBALL
B-Klasse-Meister ASV Lug/Schwanheim im Porträt
Noch ist die Runde für den ASV Lug/Schwanheim in der Fußball-B-Klasse Südpfalz West nicht zu Ende. Das Derby in Völkersweiler am Freitag (19.30 Uhr) steht noch an. Doch Meisterschaft und Aufstieg in die A-Klasse sind bereits unter Dach und Fach. Die als eines der Topfavoriten gestartete Spielgemeinschaft des ASV Lug-Dimbach und des ASV Schwanheim hat die Erwartungen erfüllt.
„Unglaublicher Charakter“
„Die Mannschaft hat einen unglaublichen Charakter und einen unglaublichen Siegeswillen“, sagt Winfried Schäfer. Der Vorsitzende des ASV Lug-Dimbach sieht in einem großen und ausgeglichenen Spielerkader sowie einer vorbildlichen Disziplin den Schlüssel des Erfolgs. 26 Spieler wurden in der Meisterschaft und im Pokal eingesetzt. Sie bilden eine verschworene Gemeinschaft.
Zu den Architekten des Meisterwerkes gehören die Trainer Frank Heberle und Gerhard Fitzthum. Die beiden arbeitet sehr gern mit der Mannschaft. Das Meisterjahr habe gezeigt, was für eine Klasse, was für ein Teamgeist, was für eine Atmosphäre in der Mannschaft sei. Alle hätten mitgezogen. Der Aufstieg sei die verdiente Belohnung.
Vorbildlicher Kapitän
Ein vorbildlicher Kapitän des jungen Erfolgsteams ist Lukas Felix aus Pleisweiler-Oberhofen. Nach seiner Jugendzeit war der Innenverteidiger ins Luger Tal gewechselt, weil dort viele seiner Freude dem runden Leder nachjagen. Er ist stolz, dass die Mannschaft ihn zum Spielführer gewählt hat. Das Abitur machte er am Gymnasium im Albert-Grosser-Schulzentrum in Bad Bergzabern.
Ein Aktivposten ist Marvin Tursa. Er nimmt beim ASV nicht nur eine Führungsrolle ein, sondern wird auch als Torjäger gefeiert. Der Luger spielte in der Jugend beim SC Hauenstein in der Verbandsliga und beim SV Hinterweidenthal. Tursa, der bei der BASF in Ludwigshafen als Industriekaufmann beschäftigt ist, hat in der Hauptrunde 21 Treffer erzielt, in der Aufstiegsrunde bisher dreimal ins Schwarze getroffen. Damit führt er die Torjägerliste der B-Klasse Südpfalz West mit deutlichem Vorsprung an.
Beeindruckende Zahlen
In der Hauptrunde blieb der ASV ohne Niederlage bei zwei Unentschieden. 50 Punkte wurden bei einem Torverhältnis von 74:12 eingefahren. In der Aufstiegsrunde stehen 38 Punkte aus bislang 15 Partien bei 52:13 Toren zu Buche.
Der Titelträger führt auch die Fairplay-Tabelle mit weitem Abstand an. So quittierte das Team aus der Verbandsgemeinde Hauenstein in der Hauptrunde weder eine Rote Karte noch eine Ampelkarte. Beispielhaft auch der Trainingsbesuch mit durchschnittlich 25 Spielern, wobei Lug/Schwanheim noch eine zweite Mannschaft in der C-Klasse und eine dritte in der D-Klasse stellt, die sich dort jeweils für die Aufstiegsrunde qualifiziert haben.
Vierter Aufstieg in A-Klasse
Den ersten Aufstieg in die A-Klasse feierte der ASV im Jahr 1986, den zweiten 1989. Bis 2001 spielte er in der A-Klasse, dann wieder von 2016 bis 2019. Jetzt steigt er zum vierten Mal in die A-Klasse auf. In der Saison 1997/1998 erreichte Lug/Schwanheim die Aufstiegsspiele zur Bezirksliga.
Die Vorbereitungen für die neue Umgebung laufen. Tim Hafner und Manuel Wink, die in der A-Junioren-Spielgemeinschaft mit dem SC Hauenstein in der U19-Verbandsliga am Ball waren, rücken auf, Torhüter Tim Braun kommt vom SV Gossersweiler-Stein. Vom Meisterteam geht Torhüter Ben Braun, der zum Landesligisten Fortuna Billigheim-Ingenheim wechselt. Zur Vorbereitung gehört ein viertägiges Trainingslager im Juli in der Sportschule des SWFV in Edenkoben. Trainer Heberle nennt das Ziel für die kommende Saison: „Es gilt, sich erst einmal in der neuen Klasse zurechtzufinden. Wir wollen mit unserer jungen Mannschaft die Klasse halten.“
Meisterfeier in Schwanheim
Doch zunächst einmal stehen noch das Spiel bei der SG Völkersweiler/Silz/Waldhambach und die Meisterfeier am 11. Juni in der Schwanheimer Hubertushalle an.
DER MEISTERKADER
Torhüter: Ben Braun (20 Jahre), Damyan Kadiev (30)
Abwehr: Marco Jung (25), Lars Jung (20), Lukas Felix (23), Jannik Wachlinger (29), Niklas Schuster (22), Giulio Loria (20), Tim Hafner (18)
Mittelfeld: Sebastian Baron (21), Niklas Kempf (21), Jonas Haus (23), Peter Bomm (21), Max Schwarzmüller (20), Robin Zluga (20), Benedikt Baron (24), Maik Hellebrand (20), Tim Heberle (20), Yoshua Stolzer (27, im Januar zum SV Dammheim gewechselt)
Angriff: Fabio Bernhart (20), Felix Scherer (24), Paul Fitzthum (19), Paul Schwarzmüller (20), Marvin Tursa (26), Yannick Stolzer (27).