Herschberg / Wallhalben Autofahrer fährt absichtlich auf Vordermann auf

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Eine solche Antwort hören Polizisten bei einer Unfallaufnahme wohl eher selten: Als die Beamten am Samstag einen Unfallverursacher fragten, warum er seinem Vordermann auf der L 475 zwischen Herschberg und Wallhalben aufgefahren sei, sagte der laut Polizei, er haben eben „Lust gehabt“.

Zweifel an der Aussage hatten die Beamten nicht, sie gehen davon aus, dass der 63-Jährige seinem Vordermann absichtlich aufgefahren ist. Gegen 10.30 Uhr am Samstagvormittag war der Unfallverursacher mit seinem in die Jahre gekommenen Fiat Punto durch das Wallhalbtal von Wallhalben in Richtung Thaleischweiler-Fröschen unterwegs. Wie die Polizei mitteilte, war der Mann auf gerader Strecke ohne erkennbaren Grund einem vor ihm fahrenden Opel Meriva aufgefahren. Dessen Fahrer hatte sich an die gültige Geschwindigkeitsbegrenzung von 50 Stundenkilometern gehalten.

Mann hatte keinen Führerschein mehr

Im Rahmen der Unfallaufnahme stellten die Polizisten fest, dass der Unfallverursacher kein unbeschriebenes Blatt ist: Der amtliche Führerschein des Franzosen war bereits abgelaufen, und eine Überprüfung ergab, dass ihm die Fahrerlaubnis in Frankreich bereits wegen einer Trunkenheitsfahrt entzogen worden war. Versicherungsschutz für sein Fahrzeug bestand ebenfalls nicht. Weil der Mann leicht verwirrt wirkte, führten die Beamten einen Alkohol- und Drogentest durch – ohne Ergebnis, wie die Polizei mitteilte. Der Führerschein des Mannes wurde eingezogen, die Weiterfahrt untersagt, das Fahrzeug wurde abgeschleppt. Glücklicherweise blieb der Unfall ohne schlimmere Folgen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 100 Euro.

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