Leichtathletik / Radsport:
Ausgebucht - 443 Starter freuen sich auf Spirkelbacher Höllenberg-Trails
Damit hätte keiner gerechnet. Innerhalb kürzester Zeit waren bei der Höllenberg-Trophy so gut wie alle Lauf- und Mountainbike-Wettbewerbe ausgebucht. Alles online. Auch das auf 90 Teilnehmer begrenzte Starterfeld beim erstmals angebotenen Mountainbike-Marathon über die drei möglichen Distanzen von 24, 37 und 45 Kilometer rund um den Höllenberg bei Spirkelbach sei im Nu ausgebucht gewesen, berichtet Frank Schmidt vom SV Spirkelbach, einer der Initiatoren der Trail-Trophy.
„Die knackigsten Trails der Südwestpfalz“, so wirbt die Höllenberg-Trail-Trophy für sich. Die zehnte Auflage geht am morgigen Samstag über die Bühne. Der Pandemie ist es geschuldet, dass sich die Streckenführung des technisch anspruchsvollen Hauptlaufes über 10,6 Kilometer, gespickt mit 400 Höhenmetern, geändert hat. „Wir sind froh, dass wir als einer der ersten Freizeitläufe mit einem stimmigen Hygienekonzept in der Lage sind, unsere Lauf- und Mountainbike-Wettbewerbe anzubieten“, erklärt Schmidt. Insgesamt sind 443 Teilnehmer entweder mit dem Mountainbike oder mit Laufschuhen unterwegs.
Doppelte Hölle für 30 Teilnehmer
Zuerst machen sich die Mountainbiker um 12 Uhr auf einen der drei Rundkursen, gefolgt von den Bambini, die um 12.30 Uhr die 900-Meter-Runde in Angriff nehmen. Der fünf Kilometer lange Brunnenlauf startet um 13.30 Uhr und die Höllenberg-Trail-Trophy-Teilnehmer joggen ab 14 Uhr bildhaft gesprochen „durch die Hölle“. Den Abschluss bildet das mit 850 Höhenmetern gepickte und 25 Kilometer lange Mountainbike-Rennen ab 16 Uhr. Wie jedes Jahr gibt es auch eine Kombinationswertung von Mountainbike und Lauf. Für die „doppelte Hölle“ sind 30 Teilnehmer angemeldet. Die Höllenberg-Trail-Trophy ist auch der erste von insgesamt neun geplanten Läufen der diesjährigen Wasgaucup-Laufwertung. Erstmals organisiert der TV Lemberg einen Traillauf am 29. August, der ebenfalls der Wasgaucup-Wertung angehören wird.
Zu den Teilnehmern gehört wieder die Kandelerin Pia Winkelblech. Die 45-Jährige hat 2018 die Gesamtwertung des Wasgaucups gewonnen. „Seit November 2020 habe ich keinen Wettkampf mehr gemacht. Ich bin gespannt, obwohl ich eher auf die Langstrecke getrimmt bin“, sagt sie im RHEINPFALZ-Gespräch. Die Liebhaberin von Ultraläufen will am Sonntag einen 66-Kilometer-Lauf absolvieren. „Der Samstag wird für mich zum Tempotraining“, stellt sie schmunzelnd zu ihrer Teilnahme in Spirkelbach fest.
Zweikampf zwischen Bernstein und Becker?
Auch Radsportler Udo Bölts aus Heltersberg wird die Laufschuhe schnüren. Zu den Favoriten bei der Kombination Mountainbike-Trail und Lauf gehören Alexander Bernstein von der LLG Landstuhl, der 2016 und 2017 die Wasgaucup-Laufwertung gewonnen hat. Auch der Lemberger Zahnarzt Jens Becker (Turnverein Lemberg), mehrmaliger deutscher Ärzte-Meister im Mountainbike, ist ein Aspirant für einen Podestplatz. Bei den Damen gehört die für den 1. FC Kaiserslautern startende Monika Frenger zu den Favoritinnen.
Der aus dem saarländischen Limbach stammende Jonas Lehmann, ebenso wie Bölts für den TuS Heltersberg am Start, dürfte zum engeren Favoritenkreis beim Traillauf zu zählen sein. Lehmann gewann 2013 und 2014 die Wasgaucup-Gesamtwertung. Das Fazit von Frank Schmidt: „Morgen lassen wir mit allen Teilnehmern und Gästen wieder die Hölle brennen, wenn auch unter Beachtung aller Corona-Hygienekonzepte.“