Irgendwo in Pirmasens
Arbeiten in Pirmasens, leben in Homburg: Ein Pendler erzählt
Guten Tag! Wie heißen Sie denn und was machen Sie in der Stadt?
Ich bin Michael Müller und mache gerade Mittagspause. Ich arbeite in Pirmasens, lebe aber nicht hier. Ursprünglich komme ich aus Contwig, wohne aber in Homburg.
Warum sind Sie ins Saarland gezogen?
Der Liebe wegen. Jetzt wohne ich schon fünf Jahre dort.
Und wie gefällt es Ihnen in Homburg?
Gut, es ist dort sehr angenehm. Ich wohne in der Stadtmitte und dort ist alles verfügbar. Rundum gibt es eine sehr gute ärztliche Versorgung. Die Uniklinik ist in unmittelbarer Nähe und das zieht.
Hier in Pirmasens arbeiten Sie wo genau?
Ich arbeite beim Katasteramt.
Was tun Sie dort?
Das Katasteramt ist zuständig für die Vermessungsarbeiten rund um Grundstücke und Gebäude. Das ist unsere normale Arbeit. Und dann kommt noch jede Menge mit Ausbildungen und Fortbildungen dazu. Aktuell haben wir viele Leute in Ausbildung da oder Praktikanten.
Warum gibt es in diesem Bereich so viele Nachkömmlinge?
Viele Nachkömmlinge gibt es eigentlich nicht. Wir suchen schon noch Auszubildende. Das meiste Interesse besteht von Seiten der Schülerpraktikanten. Aber das heißt ja nicht, dass die in Ausbildung kommen.
Von welchen Schulen kommen die Praktikanten?
So ab der Gesamtschule oder den Gymnasien. Je nachdem, wer sich für ein duales Studium interessiert. Oder eben für einen Ausbildungsplatz. Das ist ganz unterschiedlich.
Wie sind die Jugendlichen heute denn so drauf?
Ich würde sagen, dass viele an verschiedenen Themen sehr interessiert sind. Es gibt aber auch viele, die das Praktikum machen, weil sie von den Eltern oder der Schule geschickt werden. Da besteht dann oft wenig Interesse. Bei ihnen steht dann noch die Schule im Vordergrund.
Wie alt sind die Praktikanten im Schnitt?
Wir hatten jetzt von 15 Jahren bis eigentlich open end. Wir hatten auch schon Abgänger von der Bundeswehr. Das geht dann bis 30, Mitte 30.
Können diese Leute dann die Ausbildung verkürzen?
Wenn die Voraussetzungen stimmen, könnte man theoretisch verkürzen. Normalerweise dauert die Ausbildung drei Jahre, mit Anwärterzeit vier Jahre. Oder, wenn man ein duales Studium macht, drei Jahre insgesamt.
Haben Sie das auch durchlaufen oder waren Sie vorher woanders?
Ich habe Ingenieur gelernt und habe dann später erst den Wechsel ins Vermessungsamt gemacht. Nach der Ausbildung.
Was waren Ihre Beweggründe?
Das war eher Zufall. Das war damals nicht geplant.
Und nach der Arbeit heute? Wie lange fahren Sie im Feierabendverkehr nach Homburg?
Ich fahre 40 Minuten von der Dienststelle aus. Ich pendle jeden Tag. Der Freizeitbereich für heute ist auch schon gebucht, da gehe ich in die Sauna nach Landstuhl. Ein bisschen Alternativprogramm zum Entspannen.
Bei den Temperaturen heute ist das mit Sicherheit ganz angenehm!
Das denke ich auch.